Hotelmarkt Berlin Diskussionen um das neue Orania

Unter der Leitung von Geschäftsführer Philipp Vogel und Dietmar Müller-Elmau (Managing Partner) wurde jüngst das Orania in Berlin-Kreuzberg eröffnet. Die linke Szene hat damit ein Problem.

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Vor drei Jahren wurden Dietmar Müller-Elmau und das Architektur Büro Hilmer Sattler Architekten mit der Restaurierung des Orania mit dem Ziel beauftragt, den Genius Loci des Oranienpalast Cafés mit Restaurant, Bar,  Konzertbühne, 41 Hotelzimmern & Suiten sowie einem Literatur Salon wiederherzustellen. Diese Aufgabe wurde mit der jüngst erfolgten Eröffnung des Hauses erfüllt; ein Doppelzimmer wird ab 100 Euro verkauft, die Suiten kosten bis zu 700 Euro. Ähnlich wie das bayerische Schloss Elmau will man sich im Orania insbesondere der Kultur widmen.

Für die linke Szene ist das luxuriöse Hotel im Kiez von Kreuzberg eine Provokation, weshalb in den vergangenen Tagen rund um das Hotel Plakate und Schilder zu sehen waren, auf dem Anwohner und Gegner ihren Standpunkt äußerten. “Euer Luxus ist unsere Armut!” war beispielsweise zu lesen, auch der Vorwurf der Gentrifizierung war zu hören. Anwohner befürchten, dass die Mieten in der Umgebung durch ein Hotel in diesem Segment weiter steigen werden.

Dietmar Müller-Elmau reagierte auf diese Vorwürfe umgehend. Gegenüber dem  RBB-Inforadio erklärte der Hotelier, dass man niemanden vertreibe. In dem Haus habe es noch nie Wohnungen gegeben, es habe in den vergangenen zehn Jahre leergestanden und man würde 50 Leute beschäftigen und gute Löhne zahlen.

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