Hotelmarkt Barcelona Einwohner stoppen Bau neuer Hotels

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In Barcelona sind neue Hotels offenbar unerwünscht. Wie mehrere Medien berichten, setzen sich Einwohner der spanischen Metropole gegen den Bau neuer Unterkünfte in der Stadt ein, da der Tourismus in den vergangenen Jahren übermäßig zugenommen habe.

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Der Tourismus in Spanien boomt, auch in Barcelona. Dort nahm die Zahl der Übernachtungen auswärtiger Gäste seit 1990 (1,7 Millionen) um mehr fast 500 Prozent zu. Aus Angst davor, dass die zunehmenden Touristenmassen die Stadt „überrennen“ könnten, hat der Stadtrat der zweitgrößten Stadt Spaniens nun Neubauten und Neueröffnungen von Hotels und Apartments in der Innenstadt verboten. Diese dürfen nur noch am Stadtrand entstehen.

Medienangaben zufolge hatten in den vergangenen Tagen zahlreiche Bewohner gegen den Massentourismus und den „Ausverkauf“ ihrer Stadt protestiert. Durch den Besucherboom und generelle Raumknappheit sind auch die Wohnungspreise um ein Vielfaches gestiegen. Immobilieninvestition und -spekulation sorgten zudem dafür, dass alteingesessene Bewohner sich das Leben in Barcelona nicht mehr leisten könnten.

Der aktuellen Situation geschuldet ist wohl auch der Stopp zweier hochkarätiger Projekte in der Metropole: Sowohl Hyatt als auch Four Seasons haben einem Bericht von touristik aktuell zufolge auf Prestige-Objekte verzichtet. Andere Hotelunternehmen könnten nun dazu gezwungen werden.

Quellen: touristik aktuell, DiePresse

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