Hotellerie So wirkt sich die Coronakrise auf Hotelbauprojekte aus

Der Immobilienberater Christie & Co geht von einer starken zweiten Jahreshälfte bezüglich Hotelimmobilien-Invests in Österreich aus. (Bild: Pixabay/Free Photos)

Tophotelprojects hat die derzeitigen globalen Hotelbauvorhaben analysiert und ermittelt, dass bisher 3,7 Prozent aller Projekte eingestellt wurden. Wie ist dieser Wert einzuordnen?

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Der aktuellen Analyse des Dienstleisters zufolge wurden bisher 3,7 Prozent der Projekte eingestellt. Dieser Wert ist nach Einschätzung von Tophotelprojects aufgrund der Corona Pandemie erhöht, gemessen an der schwierigen Situation der Hotellerie weltweit jedoch eher niedrig. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der Projekte entspräche das einer Anzahl von rund 271 Projekten gegenüber üblicherweise rund 180 Projekten.

11,1 Prozent der recherchierten Projekte liegen derzeit auf Eis – nach Einschätzung von Tophotelprojects ein marktüblicher Wert, der sich neuerdings nicht verändert hat. Die größten messbaren Auswirkungen der Corona Pandemie zeigen gemäß der Hochrechnung 13 Prozent der Projekte. Diese verzögern sich kurzzeitig, überwiegend aufgrund von regionalen oder nationalen Einschränkungen durch Regierung und Verwaltung. Betroffen sind dadurch laut Hochrechnung 952 Projekte.

Grundsätzlichrn Wille, die Hotelentwicklung weiter voranzutreiben

„Aus zahlreichen Gesprächen mit Architekten, Designern und Hotelmanagern wissen wir, dass die meisten der Projekte aktuell weiterlaufen – vor allem solche Projekte, die bereits einen gewissem Baufortschritt erreicht haben,“ erläutert Rolf W. Schmidt, Gründer und Geschäftsführer von Tophotelprojects . „Auch die bisherigen Äußerungen von führenden Vertretern der internationalen Hotelmarken zeigen den grundsätzlichen Willen, die Hotelentwicklung weiter voranzutreiben. Die Situation ist jedoch weiter sehr dynamisch, deshalb stehen hinter den mittel- bis langfristigen Geschäftsaussichten der Hotellerie viele Fragezeichen.“


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Die weltweite Hotellerie hat sich bisher von großen Krisen immer wieder relativ schnell erholt. Allerdings lässt sich die Dimension und Dynamik der Corona-Krise mit nichts bisher Dagewesenem vergleichen und trifft Tourismus und Hotellerie besonders hart. Die große wirtschaftliche Bedeutung dieser Branche – speziell auch für wirtschaftlich schwächere Regionen – lässt jedoch erwarten, dass zahlreiche Staaten mit massiven Förderungen einem Zusammenbruch entgegensteuern werden. „Wir verfolgen das Geschehen täglich und versorgen unsere Kunden und Partner kontinuierlich mit aktuellen Informationen zu den Projekten und den Entwicklungen weltweit“, verspricht Rolf W. Schmidt von Tophotelprojects abschließend.

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