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StartBrandsNewsHotelinvestments:: Rekordergebnis aus dem Vorjahr erreicht

Hotelinvestments Rekordergebnis aus dem Vorjahr erreicht

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt konnte nach Angaben von Colliers International zum Ende des zweiten Quartals 2015 den Rekordwert aus dem Vorjahr mit einem Transaktionsvolumen von gut 1,5 Milliarden Euro nochmals um fünf Prozent steigern. Dabei hat sich in der Verkäufer- und Käuferstruktur einiges verändert.

Investierten zum Halbjahr 2014 vorwiegend noch ausländische Investoren in deutsche Hotelimmobilien, waren es zum Halbjahr 2015 zum Großteil Käufer aus dem eigenen Land. Knapp 890 Millionen Euro entfielen auf Käufer mit Sitz in Deutschland. Auch auf Verkäuferseite hatten nationale Investoren die Nase vorne. Diese trennten sich von Hotelobjekten im Wert von insgesamt rund 1,08 Milliarden Euro (71 Prozent).

Andreas Erben, Geschäftsführer von Colliers International Hotel: „Die Dominanz der Portfolioverkäufe nahm zugunsten der Einzelverkäufe im Vergleich zum Vorjahr deutlich ab. Machten die Paketverkäufe im Jahr zuvor noch gut 62 Prozent des Transaktionsvolumens aus, sind es nunmehr rund 47 Prozent. Einzelne Hotels wechselten dagegen für gut 805 Millionen Euro (53 Prozent am Transaktionsvolumen) den Eigentümer.“

Vier-Sterne-Hotels stehen in der Investorengunst

Besonders beliebt bei Investoren waren im ersten Halbjahr Vier-Sterne-Hotels. Objekte dieser Kategorie waren für mehr als ein Drittel des Transaktionsvolumens verantwortlich. Insgesamt entfielen rund 530 Millionen Euro auf diese Kategorie. Auch die Nachfrage nach Drei-Sterne-Häusern scheint weiterhin ungebrochen. Gut 410 Millionen Euro konnten durch Verkäufe in dieser Kategorie umgesetzt werden. Hotels der Ein- bis Zwei-Sterne-Kategorie erreichten ebenfalls einen Anteil von gut 20 Prozent am Transaktionsvolumen und konnten sich, wie auch schon im Vorjahr, gegenüber den Objekten im Luxussegment, die rund 180 Millionen Euro zum Transaktionsvolumen beitrugen, durchsetzen.

Die meisten Transaktionen wurden wie auch im Vergleichszeitraum des letzten Jahres in den sieben wichtigsten Hotelstandorten Deutschlands – Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart – getätigt. Gut 910 Millionen Euro oder 60 Prozent am Transaktionsvolumen wurden hier generiert. In die Nebenstandorte wurden rund 600 Millionen Euro in Hotels investiert. Während im Bereich der Top-Standorte durchschnittlich 26,9 Millionen Euro in ein Objekt investiert wurden, kamen die Nebenstandorte auf 8,7 Millionen Euro im Durchschnitt.

Bis zum Ende des ersten Halbjahres zeigten sich Real Estate Investment Trusts (REITs) als die aktivsten Akteure auf Käuferseite. Sie erwarben Hotelobjekte im Wert von knapp 340 Millionen Euro. Corporates und Eigennutzer folgten mit einem Volumen von 330 Millionen Euro. An dritter Stelle befanden sich mit einer Investitionssumme von gut 220 Millionen Euro offene Immobilienfonds und Spezialfonds.

Auf Verkäuferseite zeigten sich Corporates und Eigennutzer als die tätigste Branche auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt. Sie trennten sich von Hotelimmobilien im Wert von 440 Millionen Euro (29 Prozent). Projektentwickler und Bauträger erreichten mit 390 Millionen Euro einen Anteil von 26 Prozent am Transaktionsvolumen. Opportunity und Private Equity Fonds kamen auf 166 Millionen Euro (11 Prozent).

Projektentwicklungen im Aufschwung

Bestandsobjekte rangieren zwar mit knapp 60 Prozent am Transaktionsvolumen weiterhin an der Spitze, verloren aber im Vergleich zum Vorjahr 33 Prozentpunkte. Während sich die steigende Anzahl der Projektentwicklungen im letzten Jahr noch nicht in den Verkaufszahlen niederschlug, erreichten Projektverkäufe in diesem Jahr einen Anteil am Transaktionsvolumen von fast 17 Prozent.

„Aufgrund des positiv verlaufenden ersten Halbjahres gehen wir von einem weiterhin positiven Verlauf des zweiten Halbjahres 2015 aus und erwarten ein Transaktionsvolumen zumindest in Höhe des Vorjahresergebnisses. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Hotelobjekten setzt auch weiterhin die Renditen unter Druck“, so Erben abschließend.
 

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