Hotelimmobilienmarkt Das sind die wichtigsten Verkäufe im ersten Quartal

Wolkenkratzer und blauer Himmel
Der Hotelmarkt wächst. Allein im ersten Quartal 2019 wurden über 600 Mio. Euro in deutsche Hotelimmobilien investiert. (Bild: Bild: F. Muhammad auf Pixabay)

Der deutsche Hotelmarkt wächst erneut. Über 600 Millionen Euro betrugen die Investitionen im ersten Quartal. Damit könnte 2019 die Vier-Milliarden-Marke erneut geknackt werden. Zwei Hotels in Bonn und Dresden standen besonders im Fokus.

Überblick: Investitionen im deutschen Hotelmarkt (1. Quartal 2019)

  • Investitionsvolumen: 617 Mio. €
  • Durchschnittliches Verkaufsvolumen pro Transaktion: 24 Mio. €
  • Anteil ausländischer Anleger: 53 %
  • Platz 1 im Städteranking: Hamburg mit 75 Mio. €

617 Mio. € wurden im ersten Quartal 2019 in den deutschen Hotelmarkt investiert. Ein Plus von 13 %. Das durchschnittliche Verkaufsvolumen liegt laut aktuellen Zahlen der BNP Paribas Real Estate bei 24 Mio. €. Zu den bislang größten Transaktionen dieses Jahres zählten der Verkauf des Bonner Marriott World Conference Hotel, das sich Art-Invest gesichert hat, und das The Westin Bellevue Dresden, welches an die First Sponsor Group ging.

Wer investiert in deutsche Hotels?

Vielfältige Investorentypen beteiligten sich auf dem Hotelmarkt. Vor allem Spezialfonds dominierten das erste Quartal 2019 und sind für die Hälfte des Ergebnisses verantwortlich. Immobilienunternehmen, Investment/Asset Manager, offene Fonds und Immobilien AGs/REITs kommen mit jeweils 8 bis 10 % auf einen ähnlichen Anteil. Vervollständigt wird das Ranking von gemeinnützigen Institutionen/Stiftungen (5 %) sowie Versicherungen (4 %). Die in diesem Segment traditionell starken Eigennutzer sind im ersten Quartal noch nicht in nennenswertem Umfang in Erscheinung getreten.

Welche Städte fokussieren die Investoren?

Mit einem Ausländeranteil von rund 53 % bleibt das Verhältnis der in- und ausländischen Anleger ausgewogen. Die Verteilung auf das Bundesgebiet weicht jedoch erheblich vom ersten Quartal 2018 ab. In den bedeutenden Märkten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart) summieren sich Hotel-Investments auf knapp 202 Mio. Euro, was einem Rückgang um 44 % gleichkommt. Verantwortlich hierfür ist allerdings nicht  rückläufiges Investoreninteresse, sondern ein nicht ausreichendes Angebot, insbesondere im großvolumigen Segment. Das Anlagevolumen außerhalb dieser Standorte hat daher um 62 % zugelegt. Dementsprechend sind B- oder C-Städte mit hohem Aufkommen von Geschäftsreisenden sowie Touristen sind für Hotel-Investoren von Interesse.

Städteranking

Innerhalb der bedeutenden Städte hat sich das Ranking ebenfalls verschoben. Auf dem ersten Platz findet sich aktuell Hamburg mit rund 75 Mio. € vor Düsseldorf (58 Mio. €), Stuttgart (31 Mio. €), Köln (26 Mio. €) und Berlin (12 Mio. €). In Frankfurt, Leipzig und München konnten zu Jahresbeginn sogar noch keine nennenswerten Verkäufe erfasst werden.

Ausblick

In vielen sind die Zahlen zum Jahresauftakt eine Momentaufnahme, jedoch wird die hohe Nachfrage nach Hotelimmobilien laut PNB Paribas weiter anhalten. Dabei dürfte sich in den nächsten Monaten vor allem auch das bisher noch unterrepräsentierte Portfoliosegment beleben. Dass auch außerhalb der großen Standorte eine vergleichsweise rege Bautätigkeit herrscht, dürfte der Angebotsseite in den kommenden Monaten weiter in die Hände spielen. “Wir schließen daher nicht aus, dass zum Jahresende 2019 erneut die 4-Mrd.-€-Marke überschritten werden kann”, prognostiziert Alexander Trobitz, Head of Hotel Services der BNP Paribas Real Estate GmbH.