HDV-Herbsttagung »Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus«

Riederle, Bosbach

Ganz im Zeichen der jungen Generation stand die Herbsttagung der Hoteldirektorenvereinigung Deutschland (HDV) im Pullman Cologne Hotel. Das Gütesiegel „Exzellente Ausbildung“ wird künftig mit dem Dehoga Hamburg und dem Dehoga Baden-Württemberg kooperieren, gab Jürgen Gang, 1. Vorsitzender der HDV und Direktor des Park Inn Berlin, zu Beginn der Veranstaltung bekannt.

„Wir können nur über hohe Qualität etwas bewegen“, sagte Gangl. Das Feedback der Auszubildenden sei positiv, sie bekämen eine Ausbildung nach Plan und wüssten das Patensystem zu schätzen, berichtete Sorosh Hauami von der DEKRA.

Speziell um die „Generation Y“ ging es in den Vorträgen und einer Podiumsdiskussion. Ergebnis: Die zwischen 1990 und 2000 Geborenen haben ganz andere Vorstellungen von Arbeit und Leben als noch die Generation zuvor. Den jungen Leuten geht es vor allem um die Sinnhaftigkeit der Arbeit und um Selbstverwirklichung. „Leistung und Freude am Beruf schließen sich nicht aus“, ist sich CDU-Politiker Wolfgang Bosbach sicher. Als Arbeitgeber müsse man den Mitarbeitern aber auch entgegen kommen und Konzessionen machen. Gerade das vermisst die junge Generation oftmals, vor allem im Gastgewerbe, meinte Student und Jungunternehmer Philipp Riederle. Wer die jungen Leute schlecht behandle, dürfe sich nicht wundern, wenn sie es an nötigem Respekt und Zuverlässigkeit fehlen ließen: „Wie man es in den Wald ruft, so schallt es heraus.“ Seine Generation erwarte partnerschaftliche Zusammenarbeit, Feedback auf Augenhöhe, Autorität, die auf Substanz, nicht auf Status gründe sowie eine Integration der Arbeit ins Leben. Das schließe durchaus ein, auch länger zu arbeiten, aber eben auch mal kürzer.

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