VSRHäufige Bewerbungspannen

Wenn Sie als Bewerber einen dieser Fehler machen, haben Sie die Aussicht auf den Job schon fast verloren. Wir sagen Ihnen, was Personaler am meisten ärgert und wie Sie solche Ausrutscher vermeiden können.

Vorlagen eins zu eins übernehmen

Es gibt eine Vielzahl hilfreicher Ratgeber mit Vorlagen für Bewerbungsschreiben und Lebensläufe. Schreiben Sie davon auf keinen Fall eins zu eins ab, denn: Personalverantwortliche merken, ob sie ein Anschreiben vor sich haben, das aus Büchern übernommen wurde und auf jede Stelle passt. Für Sie als Bewerber hat das die Konsequenz, dass Sie die Chance auf einen guten Job verspielen. Verschicken Sie deshalb nur Unikate. Bei allen hilfreichen Tipps und wertvollen Anregungen sollten Sie nicht einfach wahllos Textpassagen oder Muster-Layouts übernehmen. Der Inhalt und das Design müssen nicht nur zu Ihrem Beruf, Ihrem Qualifikationsprofil und ­Ihrer Person passen, sondern auch den Anforderungen des Stellenangebots entsprechen. ­Machen Sie sich bewusst, dass Personalchefs die Ratgeber besser kennen als Sie. Denn sie lesen Hunderte von Bewerbungen – und können oft sogar sagen, aus welchem Ratgeber abgeschrieben wurde.

Falschen Ansprechpartner nennen

Wie peinlich: Sie adressieren Ihr Bewerbungsschreiben an Frau Behrmann, dabei haben Sie mit Frau Sehmann telefoniert. Sie müssen damit rechnen, dass Frau Sehmann von Ihrer Unachtsamkeit wenig begeistert ist. Selbst bei weniger sensiblen Personalern fällt ein solcher Fehler negativ auf. Würde es Ihnen anders gehen? Wenn Ihr Bankberater Ihren Namen falsch ausspricht oder schreibt, hinterlässt er bei Ihnen sicher keinen sympathischen Eindruck. Denken Sie bei Ihrer Bewerbung deshalb daran, den Namen des Personalverantwortlichen richtig zu schreiben. Lassen Sie sich den Namen bei einem Telefongespräch buchstabieren, falls Sie denken, ihn nicht richtig verstanden zu haben.

Name der Konkurrenz stehenlassen

Prüfen Sie mehrfach Ihre Bewerbungsunterlagen, bevor Sie diese an den potenziellen Arbeitgeber schicken. Peinlich wird es, wenn Sie ein älteres Bewerbungsschreiben schicken, in dem die Konkurrenzfirma noch in der Adresszeile oder gar im Absatz über Ihre Bewerbungsmotivation steht. Eine solche Panne bringt Personaler auf die Palme. Wer einen dieser Fehler macht, hat schon verloren.

Überladene Bewerbungsmappe

Präzise und knackig sollte Ihre Bewerbung sein. Ein maximal zweiseitiger Lebenslauf reicht dem Personalchef, um einen Eindruck von Ihren Qualifikationen und Ihrem Werdegang zu bekommen. Wenn sich 300 Kandidaten auf eine Stelle bewerben, hat der Verantwortliche im Schnitt zwei Minuten Zeit, Ihre Unterlagen zu sichten. Ihr Qualifikationsprofil muss deshalb direkt ersichtlich sein. Eine Bewerbung, die 22 Seiten umfasst – zum Beispiel mit Anschreiben, Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, fünfseitigem Lebenslauf und Motivationsschreiben sowie der Zeugnisse –, landet vermutlich im Papierkorb. Lassen Sie dem Unternehmen nur die wesentlichen Unterlagen zukommen. Eine Bescheinigung über ein Betriebspraktikum in der 12. Klasse ist für den Job als Maschinenbauingenieur mit zehn Jahren Berufserfahrung nicht nötig.

Übertriebene Selbstdarstellung

Es fällt Ihnen schwer, den Schlusssatz Ihres Bewerbungsschreibens zu verfassen? Hier möchten Sie Ihre Soft Skills und besondere Fähigkeiten herausstellen. Doch Achtung: Übernehmen Sie keine Floskeln aus den Ratgebern. Standardsätze wie »Mein hohes Engagement und Organisationstalent verbunden mit Kommunikationsvermögen, Flexibilität, Kreativität und Zuverlässigkeit ermöglichen mir, Aufgaben gewissenhaft auszuführen« sind ­tabu. Ebenso die Phrase »Überzeugen Sie sich und gewinnen Sie einen Sympathieträger mit Know-how«, um die letzten Bedenken des potenziellen Arbeitgebers aus dem Weg zu räumen. Unser Tipp: Erwähnen Sie nur Qualitäten, die zu Ihnen passen. Spätestens im Vor– stellungsgespräch stellt der Personaler fest, ob Ihre Aussagen der Realität entsprechen.

Ansprechpartner vergessen

Sie haben eine Einladung zum Bewerbungsgespräch bekommen. Nun sind Sie vor Ort und stellen fest, dass Sie den Namen des Gesprächspartners nicht wissen. Die Dame am Empfang telefoniert sich quer durch die Personalabteilung, um den für Sie zuständigen Personaler zu finden. Oder noch schlimmer: Sie meinen, mit Frau Behrmann verabredet zu sein. Laut der Empfangsdame gibt es aber keine Frau Behrmann im Hause; es müsste stattdessen Frau Sehmann sein. Diese Peinlichkeit lässt sich vermeiden, indem Sie vor der Tür noch mal kurz auf die Einladung schauen.

Anrufe beim Bewerbungsgespräch

Machen Sie Ihr Handy beim Bewerbungsgespräch immer aus! Oder ist es Ihnen schon mal passiert, dass es während der Unterhaltung bei Ihnen klingelte? Personaler beobachten dann oft, dass die rot werdenden Bewerber vergeblich versuchen, den Anruf wegzudrücken. Einige nehmen ihre Gespräche auch an. Es ist eben nicht für alle eine Selbstverständlichkeit, dass das Handy beim Bewerbungsgespräch ausgeschaltet werden muss…

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here