Intelligente Datennutzung zahlt sich ausGratis WLAN, mehr Umsatz

Im Datenzeitalter ist eine moderne Hoteltechnik mit kostenfreiem Zugang für Gäste und Mehrwert für den Hotelbetrieb unverzichtbar geworden. (Bild: sdecoret-Fotolia.com)
Daten sind das neue Gold. Ein Bereich, der Daten im Überfluss produziert, ist das WLAN. Seine Qualiät ist heute entscheidend bei der Hotelauswahl.

Heute sind mehr als 90 Prozent der Gäste mit ihrem internetfähigen Smartphone unterwegs und Geschäftsreisende gehen nicht selten mit bis zu drei Geräten online. Dieser Trend wird unter dem Begriff BYOD (Bring Your Own Device) zusammengefasst. Zusätzlich wollen Reisende mittlerweile aber nicht nur mit ihren eigenen Geräten ins Internet, sie wollen vielmehr auch noch ihre eigenen Inhalte genießen. Dies bezeichnet man als BYOC (Bring Yor Own Content). Sie nutzen Streaming-Plattformen wie YouTube oder Netflix. Damit steigt auch die Anforderung an eine adäquate Internetverbindung und natürlich die entsprechende Hard- und Verwaltungssoftware.

Wie wichtig eine hohe Bandbreite für die Gästezufriedenheit ist, zeigt eine Untersuchung des Netzwerkausrüsters Ericson. Unterbrechungen haben bei den Probanden zu einem ähnlichen Stresslevel geführt wie das Ansehen eines Horrorfilms. Dieser Vergleich verdeutlicht, wie wichtig das störungsfreie Internet für den Hotelbetrieb ist. Problematisch ist jedoch, dass die steigenden Anforderungen der Konsumenten keineswegs mit der Bereitschaft einhergehen, für diese auch zu zahlen. Kostenfreies Internet ist zu einem Grundbedürfnis geworden und alles andere ein häufig nicht akzeptiertes Ärgernis. Doch wie kann im Datenzeitalter mit dem WLAN Geld verdient werden? Die Antwort liegt in der intelligenten Nutzung der Daten.

Sammeln Sie Daten

Bei einer Untersuchung an der Hochschule München wurden führende Hotels in Deutschland nach dem ROI ihrer WLAN-Investitionen gefragt. Das Ergebnis: Keines der Unternehmen hatte eine Return-on-Investment-Rechnung. Doch was ist nötig, damit sich ein WLAN-Investment rechnet? Der entscheidende Punkt ist, dass der User sich registrieren muss, womit das Hotel das Gastprofil ergänzen kann. Heute haben immer weniger Hotels komplette Kontaktdaten ihrer Gäste. Der Grund hierfür ist der steigende Anteil der OTA-Buchungen, wie z.B. über Booking.com. Die Anbieter geben bei der Buchung häufig nur Vor- und Nachname des Gastes an das Hotel weiter. Im Hotel angekommen, ist der Gast entweder nicht bereit, Angaben zu vervollständigen, oder es wird von Hotelmitarbeitern nicht mit notwendigem Nachdruck darum gebeten. Das Ergebnis ist, dass Hotels häufig von nicht einmal 30 Prozent ihrer Gäste Kontaktinformationen vorliegen haben. Somit läuft  nur ein geringer Anteil der Gäste ins CRM, was aber für die Generierung von Direktbuchungen essentiell ist. Durch das WLAN können Hotels in der Regel von zirka 75 Prozent ihrer Gäste sowie von Meetingteilnehmern und externen Restaurantbesuchern Daten sammeln. Doch damit nicht genug: Moderne Access-Points (APs) können auch den Aufenthaltsort des Nutzers ermitteln. Ähnlich wie über GPS kann der Standort innerhalb des WLAN auf wenige Meter ermittelt werden. Wenn diese Daten in ein zentrales Daten-Management-System integriert werden, erfährt das Hotel über die Lokalisierung, welcher Gast wie lange an welchem Ort war. Folgt man dem Prinzip von Apple, Google und Co, wird aus dem vorher ungenutzten Datenberg ein Bewegungsmuster für jeden Gast. Dadurch können Interessen generiert werden, in Realtime kann mit dem Gast kommuniziert, der Service verbessert oder sogar die Personaleinsatzplanung professionalisiert werden. All das ist mit einem intelligenten Smart Wireless möglich. Ein 200-Zimmer-Haus kann mittels eines intelligenten WLAN einen Zusatzumsatz von bis zu 300.000 Euro pro Jahr erreichen. Bei der nächsten Modernisierung sollte das WLAN also ein Thema sein. |

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