Glatz125 Jahre Verschattungslösungen

Noch heute unterstützt Dölf Glatz (links) die Produktentwicklung, obwohl er das Unternehmen Ende der 1980er an Sohn Markus übergeben hat. (Bild: Glatz)

Der Hersteller von Verschattungslösungen Glatz feiert sein 125. Firmenjubiläum. Aus dem Ein-Mann-Betrieb ist heute ein Familienunternehmen mit 100 Mitarbeitern geworden.

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Die Anfänge des Unternehmens gehen auf das Jahr 1895 zurück, als Albert Glatz, Schirmmacher der ersten Generation, sein Geschäft in Frauenfeld eröffnet. Damals stellte das Unternehmen noch Kokettierschirme her. Ende der 1980er Jahre drückte Dölf Glatz, Schirmmacher der dritten Generation, seinem Sohn Markus das Zepter in die Hand. Für den heutigen CEO die heiße Phase, die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Mit seinem Know-how bringt sich Dölf Glatz nach wie vor in der Produktentwicklung ein. Das Tüftler-Gen von seinem Vater Albert junior – Schirmmacher der zweiten Generation und Erfinder des Zahnkranzgelenks für die Designikone Alexo – im Blut, geht auf sein Konto das „Prinzip des gegenseitigen Gewichtsausgleichs“. 1959 stellte Glatz mit “Pendalex”, den ersten Freiarmschirm weltweit vor.

Aus 1 werden 100

Aus dem Ein-Mann-Betrieb ist ein familiengeführter Industriebetrieb mit mehr als 100 Mitarbeitern entstanden. Mit dem Begriff “Familienunternehmen” verbindet Markus Glatz die wertschätzende, von gegenseitigem Respekt geprägte Beziehung zu Mitarbeitern, Kunden und Vertriebspartnern.

40 Prozent aller Produkte sind “Swissdesign”, 60 Prozent “swissmade” und werden in Frauenfeld produziert. Individuell auf die Bedürfnisse abgestimmt, fertigt das Unternehmen binnen zwei Wochen Schirme “Made to Measure” ab Stückzahl 1, die weltweit ausgeliefert werden. Exemplarisch für den Erfolg steht der Exportanteil. Betrug dieser 10 Prozent im Jahr 1980, sind es 2019 nunmehr 70 Prozent. Sämtliche Schirme werden im Windkanal getestet. Sind Reparaturen nötig, helfen zertifizierte Fachhändler. Sie veranlassen die Beschaffung und Montage von Ersatzteilen und organisieren im Bedarfsfall den Reparaturservice.

Ressourcenschonung ist im Unternehmen ein wichtiger Aspekt im Unternehmen. So produziert und konzipiert Glatz mittels moderner Computersimulation, hält die Transportwege so kurz wie möglich und bezieht Stoffe aus den Nachbarländern. Zum Einsatz kommen langlebige Materialien und Stoffe.

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