Geschäftszahlen TUI Group Flugverbot sorgt für Umsatzeinbußen

Konzernzentrale
Die Konzernzentrale der TUI Group in Hannover. (Bild: TUI Group)

Das Flugverbot der 737 Max setzt dem Jahresergebnis der TUI Group zu. Erfreulich entwickelten sich jedoch die Hotels und Resorts sowie die neuen Destination Experiences des Reisekonzerns.

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Zur Halbzeit des dritten Jahresquartals gibt Reisekonzern Tui einen aktualisierten Ausblick und verzeichnete bisher ein erfolgreiches Geschäftsjahr. “Trotz des in 2019 anspruchsvollen Marktumfeldes bleibt unser operatives Geschäft robust. Wir erwarten für das Gesamtjahr 2019 eine solide Entwicklung, das Ergebnis wird aber durch das Flugverbot für die 737 Max wie erwartet nicht an das Ergebnis des Vorjahres anknüpfen”, so TUI-Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen bei der Vorstellung der Ergebnisse zum dritten Quartal.

Flugverbot der 737 Max sorgt für ausgefallene Maschinen

Wie erwartet und früh im Jahr angekündigt, hatte das seit März bestehende Flugverbot der 737 Max deutliche Auswirkungen auf das Ergebnis im Segment Märkte und Airlines, da die Tui unter anderem Ersatzkapazitäten für die ausgefallenen Maschinen bis zum Ende der Sommersaison bereitgestellt hat. Die Kosten im Zusammenhang mit dem Flugverbot hat der Konzern für das gesamte Geschäftsjahr 2019 mit bis zu 300 Millionen Euro beziffert. Darüber hinaus haben sich die Buchungszurückhaltung aufgrund der Hitzewelle des Vorjahres, die anhaltende Brexit-Unsicherheit sowie deutliche Überkapazitäten im Flugangebot nach Spanien auch im 3. Geschäftsquartal fortgesetzt.

Im Berichtszeitraum verzeichnete die Tui Group ein Umsatzwachstum um 3,7 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,6 Milliarden Euro). Das bereinigte EBITA lag mit 100,9 Millionen Euro insbesondere durch das Flugverbot der 737 Max in Höhe von 144 Millionen Euro um 46 Prozent unter dem Vorjahr (186,8 Millionen Euro). Auf Basis konstanter Wechselkurse ergibt sich daher ein Minus um 49,2 Prozent auf 98,9 Millionen Euro (3. Quartal 2018: 194,6 Millionen Euro).

Hotels und Resorts steigern Umsätze

Das Segment der Urlaubserlebnisse mit Hotels, Kreuzfahrten und den Aktivitäten in den Zielgebieten verbesserte im Berichtszeitraum das bereinigte Ergebnis um 16,7 Prozent auf 208,3 Millionen Euro (Vorjahr: 178,5 Millionen Euro). “Hotels & Resorts profitieren von unserem vielseitigen Portfolio und der Bereich Kreuzfahrten wächst weiter stark. Die Abhängigkeit von den klassischen Reiseveranstaltern ist inzwischen deutlich niedriger als noch vor fünf Jahren”, so Joussen.

Der Geschäftsbereich Hotels und Resorts hat das operative Ergebnis im 3. Quartal 2019 deutlich gesteigert. Während die durchschnittliche Auslastung mit 80 Prozent auf einem hohen Niveau lag, stiegen die Durchschnittspreise auch aufgrund der Verlagerung der Nachfrage vom westlichen ins östliche Mittelmeer. Im Berichtsquartal hat die Tui neue Hotels in der Karibik, in Italien, im östlichen Mittelmeer, in Nordafrika, auf den Malediven und in Bulgarien eröffnet. Seit dem Zusammenschluss sind 67 neue Häuser zum Portfolio hinzugekommen.

Tui Destination Experiences

Das Segment Tui Destination Experiences (Aktivitäten und Ausflüge in den Zielgebieten) ist ein Wachstumsfeld und wird strategisch ausgebaut, unter anderem auch durch die Zukäufe von Musement und Destination Management in 2018. Die Anzahl der verkauften Aktivitäten und Ausflüge wurde im Berichtszeitraum auf 2,3 Millionen fast verdoppelt (+92 Prozent). Das bereinigte Ergebnis lag aufgrund von Kosten für die Integration von Musement unter Vorjahr.

Die Zahlen von Tui zum dritten Quartal im Detail

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