Gastro-Wiedereröffnung Puppen werden zu Tisch gebeten

Puppen als Tischnachbarn im The Inn at Little Washington (Bild: The Inn at Little Washington)

Der nötige Mindestabstand spielt in Restaurants eine wichtige Rolle bei den neuen Sicherheitsstandards. Als Abstandshalter kommen zuweilen auch Puppen an jenen Tischen zum Einsatz, die frei bleiben müssen. Und dies nicht nur in Deutschland.

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Damit sich die Gäste des The Inn at Little Washington im Bundestaat Virginia nicht an leere Tische zur Einhaltung von Sicherheitsabständen gewöhnen müssen, hat Küchenchef Patrick O’Conell eine außergewöhnliche Idee. An den leeren Tischen nehmen Schaufensterpuppen Platz, die im Vintage-Stil der 40er Jahre gekleidet sind. Für die entsprechenden Outfits arbeitet O’Conell mit dem Arlington Signature Theater und der Design Foundry zusammen.

Damit alles noch echter wirkt, wird das Servicepersonal auch mit den stummen Gästen interagieren und ihnen beispielsweise Wein einschenken. Patrick O’Conell ist für seinen schrägen Humor bekannt, denn wer im Drei-Sterne-Restaurant schon einmal Gast war, kennt beispielsweise den Hinweis für die Kleiderordnung im Speisesaal „Keine nassen Bikinis“ (No wet bikinis) oder den Käse-Sommelier, der mit einem muhenden „Kuhwagen“ kommt und ausschließlich in Wortspielen mit den Gästen kommuniziert.

In Deutschland hat unter anderem das Hotel Haase in Laatzen bein Hannover in seinem Restaurant Schaufensterpuppen zu Tisch gebeten. Diesen wurden von Inhaberin Ulrike Haase wie folgt getauft: Jens, Britta, Hannelore und Conny Corona. Zudem wurde der Platz genutzt, um Desinfektionsmittel bereitzustellen, auf das jeder “echte” Gast zugreifen kann.

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