Gastro-Umfrage des Dehoga Wirtschaftliches Handeln unter Corona-Auflagen kaum möglich

Die neue Normalität: Service mit Mund-Nasen-Schutz (Bild: Norenko Andrey/Shutterstock.com)

Die Sorgen in der Gastronomie bleiben groß, auch nach dem vielerorts erfolgten Re-Start. Im Fokus steht jetzt die Wirtschaftlichkeit, da die Umsätze aktuell weit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Der Dehoga erneuerte in diesem Kontext seine Forderung an die Bundesregierung.

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Aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes geht hervor, dass ein wirtschaftliches Handeln unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen nicht möglich ist. Dies gaben 81,5 Prozent der befragten Betriebe an.
Weitere Erkenntnisse:

  • 78,3 Prozent der Betriebe erzielten in den ersten Tagen nach dem Neustart nur maximal 50 Prozent der sonst üblichen Umsätze.
  • 83,5 Prozent der Betriebe berichteten, dass sich ihre Umsatzerwartungen nicht erfüllt hätten. So meldet fast jedes dritte Restaurant (31,9 Prozent) lediglich einen Umsatz zwischen 25 und 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 29,1 Prozent der Betriebe kommen auf einen Umsatz zwischen 10 und 25 Prozent der Vorjahreswerte. 17,3 Prozent der Betriebe erzielen sogar weniger als 10 Prozent der Normalumsätze.
  • Befragt nach den coronabedingten Umsatzeinbußen seit dem 1. März beklagen die Betriebe durchschnittliche Umsatzverluste in Höhe von 80 Prozent.
  • Bezogen auf das Gesamtjahr rechnen die Betriebe mit einem Umsatzrückgang von mindestens 55 Prozent.

Finanzhilfen überlebensnotwendig

„Auch wenn die Betriebe wieder Gäste bewirten dürfen, stehen sie aufgrund der geltenden Abstandsgebote und Kontaktbeschränkungen mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick die Umfrageergebnisse. „Die aktuellen Zahlen beweisen die katastrophale Ausnahmesituation, in der sich die Branche nunmehr seit fast drei Monaten befindet.“

Zöllick appelliert an die Politik: „Ein Rettungsfonds mit direkten, nicht rückzahlbaren Finanzhilfen, wie wir diesen bereits seit März fordern, ist überlebensnotwendig.“ Andernfalls stünden Zigtausende Betriebe und Hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.

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