Gastbeitrag F&BSo interessant sind Food Trucks für die Hotellerie

Auch Burger sind in der Food-Truck-Szene immer noch im Trend. (Bild: kendallpools/pixabay)

Food Trucks erfreuen sich in Deutschland weiter zunehmender Beliebtheit. Durch ihr innovatives Angebot haben sich die fahrenden Gastro-Betriebe besonders in Großstädten zu ernst zu nehmenden Restaurant-Alternativen entwickelt. Auch für die Hotel-Branche bieten die Food Trucks ganz neue Optionen.

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Food Trucks werden immer beliebter

Noch in den Neunziger Jahren waren Food Trucks oft als eher schmucklose Imbissbuden auf Rädern bekannt. Doch bereits seit der Jahrtausendwende entwickelte sich die Food-Truck-Kultur, die wir heute kennen. War die mobile Gastronomie Ende 2015 noch mit schätzungsweise 300 Trucks am Markt vertreten, so waren es im Frühjahr 2018 bereits mehr als 800. Aktuell gibt es eine vierstellige Anzahl an Food Trucks in Deutschland. Die Wachstumsrate liegt also bei über 50 Prozent. Und auch die Kunden verändern sich: Sie werden immer anspruchsvoller, aber auch gleichzeitig offener für neue Produkte.

Hoteliers entdecken Food Trucks für sich

Auch Hoteliers können die Beliebtheit der Food Trucks nutzen, um das hauseigene Gastronomie-Angebot zu erweitern oder dafür zu werben. Four Seasons hat bereits 2014 eine Food-Truck-Tour durch die USA als Marketingmaßnahme inszeniert, um auf seine Hotels und das kulinarisches Angebot aufmerksam zu machen. Den Kunden sollte dadurch gezeigt werden, dass die Hotelkette neben erstklassigen Zimmern auch über Restaurants auf höchstem Niveau verfügt. 2014 besuchten die Food Trucks des Four Seasons insgesamt neun amerikanische Städte. Darunter Boston, New York und Miami. In jeder Stadt boten die mobilen Essensstände ein anderes Menü an, das an regionale Spezialitäten angelehnt war.

Auch die Hotelkette Marriott hat das Potenzial erkannt, das für Hoteliers in Food Trucks schlummert. Zur Saisoneröffnung des Moxy Frankfurt East 2018 erweiterte das Hotel sein Angebot um drei Food Trucks, die Gourmetfood, Streetfood und klassische Snacks wie Pommes anbieten.

Food Trucks als zweites Standbein

Einige Betriebe, wie beispielsweise das Hotel Hessischer Hof in Hainburg nutzen eigene Food Trucks zu Cateringzwecken. Die Wagen des Hessischen Hofs laufen unter dem Namen „Schmackofratz“ und können daher auch von anderen Hotels gebucht werden, ohne dass diese Werbung für den Konkurrenten machen. Zudem können die Food Trucks für Feste und andere Veranstaltungen genutzt werden. So werden diese nicht nur zum F&B-Outlet, sondern zu einem zusätzlichen wirtschaftlichen Standbein, das auch außerhalb der Saison konstante Umsätze generiert.

Ausblick

Insgesamt wird der Food-Truck-Markt in den kommenden Jahren voraussichtlich noch wachsen. Derzeit scheint in der Produktpalette aber noch ein authentisches BBQ zu fehlen. Zwar gibt es viel Gegrilltes im Angebot, jedoch sind die Speisen meist schon vorbereitet und lassen den Charakter eines richtigen BBQs vermissen. Darüber hinaus ist auch das Fisch-Angebot ausbaufähig.

Gastautor:
Piotr Stach gründete gemeinsam mit Waldemar Moss 2007 das Unternehmen Expondo. Dabei handelt es sich um einen Online-Händler für Markenprodukte, unter anderem im Gastronomie-Bereich, der Kundennähe und Ingenieurskunst vereinen soll. Der Fokus von Piotr Stach liegt unter anderem auf den Bereichen Verkauf, Customer Care und Technik.

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