GAD Starke Impulse für den Unterricht

Der Deidesheimer Bürgermeister Manfred Dörr begrüßte die Teilnehmer im historischen Rathaussaal der Stadt

Viele Anregungen für ihre Arbeit bekamen auch in diesem Jahr wieder die Teilnehmer des GAD-Seminars in Deidesheim, das sich traditionell an betriebliche Ausbilder des Gastgewerbes und an Lehrer an berufsbildenden Schulen richtet

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Auf dem knapp einwöchigen Seminar-Programm standen nach der Begrüßung durch GAD-Vizepräsident, Florian Koch, neben dem beliebten Einführungsvortrag – diesmal zum Thema »R(h)um« – unter anderem Vorträge zur Kulturgeschichte des Kochens, zum kulinarischen Tourismus oder zum eigenverantwortlichen Lernen. Aber auch Stil und Etikette sowie Warenkundliches zu Bulgur und Trüffel wurden behandelt.Besonderes Interesse fand bei den Teilnehmern der Vortrag zur Umsetzung der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) in der Praxis, gefolgt von praktischen Einblicken in die Entwicklungen im Frontcooking sowie die Vorstellung aktueller Lehr- und Fachbücher für gastronomische Berufe.

Die 42 Seminarteilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet empfanden es als Ehre, im historischen Rathaussaal vom Bürgermeister der Stadt Deidesheim, Manfred Dörr, empfangen und durch ihn in die Geschichte der Stadt eingeführt zu werden. Nicht fehlen durfte dabei der traditionelle Umtrunk aus dem »Römer«, der durch die Reihen der Teilnehmer gereicht wurde und aus dem sich – wie kolportiert wird – bereits hochrangige Politiker wie Helmut Kohl, Michail Gorbatschow, Boris Jelzin und Jimmy Carter die Kreszenzen aus der Re-gion haben schmecken lassen.

Selbstverständlich wurde auch über die Herstellung des traditionellen Saumagens referiert. Anschließend durfte die Degustation dieser landestypischen Spezialität natürlich nicht fehlen. Auch fachliche Exkursionen zählten zum Programm, darunter ein Besuch bei der BASF in Ludwigshafen mit Führung durch die gastronomischen Einrichtungen auf dem Betriebsgelände. Neben den Kantinen sind auf diesem zehn Shops eingerichtet, die von Partnern aus der Region geführt und mit frischen Produkten beliefert werden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Ein Web-Shop, der im vergangenen Jahr 20.000 Aufträge abgewickelt hat, ist ebenfalls aktiv.

Work Life Management

Weiterhin wurden das Gesundheits- und Freizeitzentrum, das Gesellschaftshaus »Gute Stube« und das Feierabendhaus besichtigt. Dieser traditionsreiche Betrieb, der auch in den gastronomischen Berufen 40 Ausbildungsplätze bietet, sorgt nach wie vor für alle sozialen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Belange seiner Mitarbeiter in dafür eigenen errichteten Gebäuden. Die BASF versteht darunter das sogenannte Work-Life-Management.

Einen besonderen Höhepunkt bildete die Führung der ehemaligen Deutschen Weinkönigin, Katja Schweder, durch den bestens ausgestatteten BASF-Weinkeller. Mit ihrem Charme und ihrem umfassenden Wissen zum Thema Wein hat sie bei den Berufsschullehrern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag zur »Neuordnung der gastronomischen Berufe«. Über den Stand der Dinge berichtete Eva Rühle, Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses im DEHOGA.

Die GAD begleitet aktiv diesen Veränderungsprozess als Mitglied im Berufsbildungsausschuss. Zum Abschluss der, so die Teilnehmer, »wieder gelungenen Fortbildungswoche« skizzierte GAD-Präsident Bernhard Böttel die neuen mittelfristigen Ziele der GAD, zu denen unter anderem auch die zeitgemäße Aktualisierung der GAD-Seminaraktivitäten zählt. Nach dem Seminar ist vor dem Seminar – und so beginnen bereits jetzt die Vorbereitungen für das im nächsten Jahr stattfindende 49. GAD-Seminar.

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