RestaurantkonzepteFrühlingsgefühle auf der Stromburg

Dass Speisekarten saisonal beeinflusst sind, ist in der gehobenen Gastronomie keine Seltenheit. Ebensowenig eine jahreszeitlich inspirierte Tischdekoration. Dass sich zusätzlich die Einrichtung und Atmosphäre eines Restaurants alle drei Monate verändert, ist allerdings ein Novum. Silvia und Johann Lafer haben ein detailverliebtes Genusskonzept für ihr neu gestaltetes Feinschmecker-Restaurant »Le Val d’Or« auf der Stromburg ersonnen.

Wow! Das »Le Val d’Or« ist nicht mehr wiederzuerkennen. Draußen hält sich der Frühling zwar noch zurück, aber im Feinschmecker-Restaurant zeigt er sich bereits in voller Pracht: an den Wänden, auf den Tischen, auf den Tellern und sogar an der Decke. Dort säuseln Magnolienzweige in den lauen Lüften, bis die Blüten sich langsam öffnen. Überall blüht und duftet es nach Frühling – und im Hintergrund erklingt »natürlich« die passende Musik aus Vivaldis »Vier Jahreszeiten«. Für die wärmenden Sonnenstrahlen sorgen auch an trüben Tagen die freundlichen Service-Mitarbeiter in ihren hellbeigefarbenen Anzügen und Kostümen.

Farbenfrohes und stimmungsvolles Frühlingserwachen auf der Stromburg, die nach der Übernahme durch Johann und Silvia Lafer vor fast 20 Jahren nun ihren zweiten Frühling erlebt. Genug der Wortspiele, denn in wenigen Wochen werden die Gäste hier schon wieder eine völlig neue Inszenierung erleben. Dann zieht der Sommer ein, drei Monate später der Herbst und schließlich der Winter. »Das Goldene Tal« präsentiert sich künftig je nach Jahreszeit in anderen Farben, Ausstattungen, Dekorationen und Düften. Mit dem Ambiente wechseln auch die Licht- und Musikpartituren, das Outfit der Mitarbeiter und last but not least die Speisekarte. Erlebnis-Gastronomie einmal ganz anders!

Starkoch Johann Lafer hat gemeinsam mit seiner Frau zwei Jahre lang ein neues (Erfolgs-)Rezept mit außergewöhnlichen Zutaten ausgetüftelt. Diesmal geht es dem Meister nicht nur ums Essen. Raffinierte Gerichte aus bes­-ten saisonalen und überwiegend regionalen Produkten sind für ihn und viele Kollegen in der Spitzen­gastronomie eine Selbstverständlichkeit; deshalb suchte er eine ausgefallene Idee, um in seinem Haus etwas Einzigartiges zu bieten. Mit dem ganzheitlichen Jahreszeiten-Programm hat er sie gefunden: Auf der Stromburg können die Schlemmer jetzt »mit allen Sinnen genießen«. Das ist sein großes Ziel.

»Nur sehr wenige Gourmets schmecken heraus, ob ein Gericht einen Punkt mehr oder weniger verdient hat«, erläutert Lafer. »Aber alle Gäste wissen schnell, ob sie sich in einem Restaurant rundum wohlfühlen und so den Alltag für eine Weile vor der Tür lassen können.« Kreative Küche in kompromissloser Qualität bleibe die Grundvoraussetzung. Die Komposition auf dem Teller sei jedoch nur ein Teil des Vergnügens – wie bei einem guten Konzert, das von vielen Eindrücken lebe. Entscheidend sei das sinnliche Gesamterlebnis; dazu gehöre als Basis auch eine angenehme Atmosphäre und herzlicher Service.

Um die Vielfalt der Jahreszeiten stimmungsvoll zu zelebrieren, haben Silvia und Johann Lafer weder Kosten noch Mühen gescheut und starke Partner mit ins Boot geholt. Eigentlich bestand kein Anlass für die hohe Investition, denn das »Le Val d’Or« war auch früher – nicht zuletzt dank der Prominenz des Patrons – fast immer voll. Dass die leidenschaftlichen Gastgeber ihren Kunden unbedingt etwas Besonderes und neue Anreize für die baldige Wiederkehr bieten wollten, ist freilich nur die halbe Wahrheit. Sie haben sich mit dem neuen »Le Val d’Or« auch einen Traum erfüllt. »Ein solches Restaurant haben wir uns immer gewünscht; da würden wir uns selber als Gäste wohlfühlen«, sagen die beiden unisono. Bis dahin war es für die Lafers ein sehr weiter Weg, den sie schnurgerade und ohne Kompromisse gegangen sind.

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