Fritz im Pyjama Hotel Stilmix im Schanzenviertel

 

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Das ehemalige Fritz war insbesondere bei Geschäftsreisenden schon seit Jahren ein Begriff und viele ehemalige Stammgäste sind ihrem Hotel auch in neuem Pyjama-Gewand treu geblieben. Die vorherige Inhaberin Ute Welser, die das Drei-Sterne-Hotel zum 1. Januar 2014 zu 66,66 Prozent der „Fritz Hotel Hamburg GmbH“ überschrieb und sich dann im Herbst ganz aus dem Geschäft zurückgezogen hat, hatte mit ihrer Urversion seit 2002 ein Hotelkonzept etabliert, das vor allem von der naheliegenden Hamburg Messe profitierte, während die Auslastung in den saisonal schwachen Monaten etwas zu wünschen übrig ließ.

»Wir haben eine eingehende Recherche betrieben«, erzählt Geschäftsleiter Stephan Behrmann. »Geschaut, woran es liegt, dass ein so attraktiver Standort nicht boomt, und überlegt, was wir verändern können, um unser Haus ganzjährig auszulasten.« Gemeinsam mit seiner Frau Samira machte er sich ab Oktober 2014 daran, das alte Fritz nach und nach in ein modernes, chices, aber bezahlbares Hotel, mit hohem Designfaktor und einer herzlichen Atmosphäre zu verwandeln, um so in Zukunft auch private Reisende für sich zu gewinnen. Seine Ehefrau sieht den Neuzugang quasi als Weiterentwicklung des Pyjama Park, eben noch etwas gehobener von Komfort und Design. Zunächst wurde der Empfang direkt ins Erdgeschoss gelegt, damit die Gäste zwischen 7 Uhr morgens und 22 Uhr einen direkten Ansprechpartner haben und ein Austausch zwischen Management und Gast gewährleistet ist. Danach wurde eine gemütliche Sitzecke mit kleiner Library errichtet und nach und nach die Zimmer verschönt. Die 17 unterschiedlich geschnittenen Zimmer sind in entspannten Blau-, Erd- und Vanilletönen gehalten und vermitteln ein Gefühl von Ruhe und Behaglichkeit. Vieles entstand in Eigenregie, mit befreundeten Handwerkern, um Kosten zu sparen. Rund 400.000 Euro Gesamtinvestition wurden für Konzept und Kaufpreis ausgegeben, die Rückzahlung soll in erster Linie aus laufenden Einnahmen erfolgen. Eigenkapital stand den beiden Hoteliers kaum zur Verfügung, dafür jedoch ein frisches Konzept, mit viel Erfolgspotenzial und jede Menge Optimismus.

Die Grundlage der Verschönerung bildeten die Tapeten, die die studierte Design-Kommunikationswirtin in ganz Europa ausfindig machte. Ausgewählte Möbel vergangener Jahrzehnte fand sie in erster Linie im Internet, dazu fertigte ein Tischler maßgeschneiderte Einrichtungsgegenstände an, die perfekt mit liebevollen Details wie Vasen, Originalgeschirr vergangener Epochen und Fotos abgestimmt wurden. »Contemporary restyled« nennt Samira Sinjab-Behrmann ihren individuellen Stilmix, der auch kleine Brüche zulässt. Vielleicht genau so, wie man sich seine neue Wohnung wünschen würde. Mit einem absolut sicheren Gespür für Stil, Farbe und Harmonie, charmant und nie überladen. Hell, freundlich, einladend. Da das Fritz im Pyjama über keinen Extraraum verfügt, haben sich die Behrmanns für jene Gäste, die nicht in einem der umliegenden Cafes frühstücken möchten, etwas Besonderes einfallen lassen. Wer möchte, bekommt sein Frühstückskörbchen, mit frischen Brötchen, Tageszeitung etc. morgens um sieben Uhr vor die Tür gestellt und kann im Bett oder auf dem Balkon frühstücken, über den einige der Zimmer verfügen. Der perfekte Platz, um das bunte Straßentreiben zu beobachten.

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