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StartPeople & BrandsBrandsFrische Farben::Makeover für das Emilu in Stuttgart

Frische FarbenMakeover für das Emilu in Stuttgart

Aus einem Verwaltungsgebäude der 1960er-Jahre wurde ein Designhotel mit individueller Handschrift: Das Emilu in Stuttgart. Im September 2021 eröffnet, soll es – so das Ziel der Betreiberfamilie – als urbaner Wohlfühlort eine Marktlücke im Herzen der Stadt schließen.

Seit 30 Jahren ist Michael Fritz Bräutigam Immobilienberater. Er kennt den Markt und die Möglichkeiten. So kam er zu dem Schluss, dass in der Stuttgarter City ein Hotel mit individuellem Design und hochwertiger Ausstattung fehlte, das Business-Reisende ebenso anspricht wie Städtebummler. Der Unternehmer machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Standort und wurde mit dem ehemaligen Europahaus am Übergang zwischen Innen- und Altstadt, direkt hinter dem Rathaus, fündig.

Emilu Designhotel Stuttgart
Nach ihnen beiden ist das Hotel EmiLu benannt: Emilia (links) und Petra Luise Bräutigam. (Bild: Mario Stockhausen)

Für seine gesamte Familie wurde das Projekt zu einer Herzensangelegenheit, was sich vor allem in der Namensgebung des neuen Hotels widerspiegelt: Emilu steht für die beiden Vornamen Emilia und Luise – Tochter und Ehefrau von Bräutigam. Doch damit nicht genug: Der Name der Rooftop-Lounge „Lennarts“ geht auf den Enkel Lennart zurück, und mit dem Frühstückslokal „Fritz“ findet sich auch der geschäftsführende Gesellschafter selbst, wenngleich nicht operativ aktiv, namentlich in den Räumlichkeiten wieder.

Ehefrau Petra Luise Bräutigam gab dem Projekt schon frühzeitig gestalterisch ihre Handschrift, nun ist sie vollständig für die Dekoration zuständig. „Im Tagesgeschäft bin ich da, wo man mich braucht“, betont sie. Tochter Emilia Bräutigam ist für das Marketing zuständig und betreut die Social-Media-Kanäle. Mitunter ist sie an der Rezeption anzutreffen.

Neues Gesicht mit spezifischen ­Charakterzügen

Das Gebäude des ehemaligen Europahauses wurde vollständig entkernt sowie um zwei Etagen aufgestockt. Verantwortlich zeichneten die Wolf Architekten Ingenieure aus Backnang. Nachhaltigkeit spielte für alle Beteiligten eine große Rolle, daher blieb vorhandene Substanz so weit wie möglich erhalten. Die Architekten von Blocher Partners in Stuttgart verliehen der Fassade mit behutsamen Eingriffen jene Charakterzüge, die die neue Funktion des Gebäudes als Hotel sichtbar machen, darunter rhythmisch gegliederte bodentiefe Fensteröffnungen. Den Effekt der einladenden Gastlichkeit verstärkt in den Abendstunden die indirekte Beleuchtung, mit der, hinter eleganten Messing-Applikationen, alle Fenster ausgestattet wurden. Somit strahlt das Gebäude von innen nach außen.

Kuratierte Mid-Century-Möbel

Das Interior-Design wurde ebenfalls von Blocher Partners kreiert – in enger Abstimmung mit Petra Luise Bräutigam. Ab dem Zeitpunkt, als 2014 der Gedanke zu dem Hotelprojekt in ihrem Mann reifte, hatte sie bei Auktionen und in Vintage-Shops nach Raritäten Ausschau gehalten und Original-Klassiker im Mid-Century-Design erworben. „Um unser Hotel besonders zu machen und ihm einen wohnlichen Charakter zu verleihen“, sagt sie.

Der erste Blick fällt vom Eingang aus auf den Empfangstresen aus Kunststein, der mit seiner kräftig grünen Erscheinung einem Kunstobjekt ähnelt. Ganz zeitgemäß steht parallel dazu auch ein Self-Check-in-Schalter bereit. Die Lobby mit geschliffenem Estrich erweitert sich auf der rechten Seite zum Frühstücksrestaurant „Fritz“, das mit maßgefertigten Sitzbänken von Schreiner Voglauer, Mobiliar von Ligne Roset und den erstandenen Retro-Klassikern eingerichtet ist.

Die Hotelgäste können hier bis 10.30 Uhr, am Wochenende auch bis 11 Uhr das Frühstücksbuffet genießen. Zum Angebot gehören unter anderem selbstgemachte Aufstriche sowie vorwiegend regionale und saisonale Produkte. Danach ist das „Fritz“ bis 16 Uhr auch für externe Gäste geöffnet und bietet neben All-Day-Breakfast unter anderem Salate und Bowls an. Betreiber sind die in Stuttgart bekannten Gründer des „Breakfast Clubs Feuilleton“, bei denen Familie Bräutigam auf Anhieb auf den Geschmack kam und diesen Teil des Angebots daher auslagerte – ebenso wie das Housekeeping. Daher umfasst das hoteleigene Team rund um Managerin Sabrina Ochs lediglich zwölf Festangestellte und zwei Aushilfen.

Durchgehend geöffnet ist die „Fritz Lobbybar“, an der es alkoholische und nicht-alkoholische Getränke, Kaffee- und Teespezialitäten, aber auch herzhafte Snacks gibt – sowie ab 6.30 Uhr ein Quick-&-Early-Frühstück.

Kontrastreich cozy

Highlight im schwarz gestrichenen Treppenhaus sind acht jeweils fast zwei Meter hohe selbstleuchtende Etagenziffern. Außerdem können die Gäste zwei Aufzüge nutzen, um in die verschiedenen Stockwerke zu gelangen. In den Zimmern, die ab 100 Euro buchbar sind, treffen Designklassiker mal auf Böden aus Nussbaum-Parkett, mal auf kühlere Betonoptik, stets eingerahmt von fließenden Stoffen. Teils auch barrierefrei und mit Verbindungstür tragen die Zimmer Namen wie „Super Cozy“, „Cozy“, „Backstage“ oder „Urban“. Ein liebevolles Detail liegt für kleine Gäste bereit: Der Teddy „Korby“, basierend auf einer Kooperation mit dem Stuttgarter Traditionsgeschäft Korbmayer, ist zum Kuscheln da.

Als Design-Juwelen präsentieren sich die „Lu Suiten“ in der vierten und fünften Etage mit ihren mutigen Farben wie Korallrot und tiefem Blau, ihren hohen Decken und einer Raumgröße zwischen 30 und 42 Quadratmetern. Die „Emi Suiten“ eröffnen von ihren Terrassen aus einen unverstellten Blick auf die Stuttgarter Innenstadt, zudem ist von dort aus die Rooftop-Lounge zugänglich. Diese ist mit einer Musikanlage sowie einer eleganten Bar aus Messing ausgestattet und kann als exklusive Event-Location gebucht werden. Ansonsten können die Hotelgäste das „Lennarts“ als „Wohnzimmer“ frei nutzen. Kräftige Blautöne harmonieren dort mit einem grauen Boden im Terrazzo-Look sowie exquisitem Mobiliar aus Italien und Frankreich.

Teil der Stadtkultur

Im Untergeschoss warten währenddessen mit der Sauna, die mit ihren Deko-Elementen aus Marrakesch wie ein orientalischer Hamam anmutet, Momente der Entspannung. Der Weg dorthin wird von leuchtenden Wassertropfen ähnlich einer Kaskade gesäumt. Sportliche Aktivität ist im angrenzenden Fitnessbereich mit verschiedenen Sportgeräten und Yoga-Equipment möglich.

Im ersten Obergeschoss stehen den Gästen drei Räume für Besprechungen oder Workshops zur Verfügung, mit einer Kapazität für sechs bis zwölf Personen. Abgerundet werden die hausinternen Services durch den Multibrand-Fashion-Store „Best“ sowie die ebenfalls extern betriebene schillernde Bar „Gpem“ im Erdgeschoss. „Wir möchten generell Teil der Stadtkultur sein und ein partnerschaftliches Verhältnis mit Gastronomen und Ladenbetreibern in der Nachbarschaft pflegen“, kündigt Petra Luise Bräutigam an. Das Hotel verfügt außerdem über 26 hoteleigene Tiefgaragenplätze inklusive vier ­E-Ladestationen.

Das Emilu startete mitten in der Pandemie. „Direkt zu Beginn im September wurden unsere Erwartungen dennoch übertroffen“, freut sich Petra Luise Bräutigam, die mit Mann, Tochter und Vandana Shah, Partnerin bei Blocher Partners, auch bereits den „IWS Immobilien Award Stuttgart“ in der Kategorie Hotel in Empfang nehmen durfte.

Stefanie Hütz

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