Fine Dining Nur 21 Prozent der weltweit 3000 Restaurants mit einem Michelin Stern geöffnet

Guide Michelin

Die Coronakrise trifft alle Ebenen des Gastgewerbes mit voller Wucht, so auch die Spitzengastrononomie. Auf Basis eines neuen Tools des Guide Michelin wird sichtbar, wieviele Top-Restaurants derzeit geschlossen haben.

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Prominentes Beispiel dafür, mit welchen Schwierigkeiten die Sterne-Restaurants aktuell und künftig konfrontiert werden, ist das Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein. Vor wenigen Wochen erfolgte die Trennung von Spitzenkoch Nils Henkel aufgrund von Sparzwängen: „Eine durchschnittliche Belegung von zehn Gästen im letzten Jahr in unserem Gourmetrestaurant hat uns zu dieser Entscheidung gezwungen. Durch die Coronakrise und die dadurch entstandenen Umsatzverluste geht uns nun endgültig die Puste aus“, so Michael Teigelkamp, geschäftsführender Gesellschafter des Relais & Châteaux Hotels Burg Schwarzenstein.

Das Zwei-Sterne-Restaurant “Schwarzenstein” bleibt somit geschlossen und auch bei vielen anderen Fine Dining-Betrieben ist derzeit noch unklar, wann die Pforten wieder öffnen. Aus diesem Grund hat der Guide Michelin ein “Barometer” gelauncht, das dokumentieren soll, welche Sterne-Häuser in den 32 Standorten, in denen der Gastronomieführer präsent ist, wieder Gäste empfangen.

Guide Michelin will Wiedereröffnung der Top-Gastronomie transparent gestalten

„Aktuell sind nur 21 Prozent der weltweit 3.000 Restaurants mit einem Michelin Stern geöffnet. Wir hoffen, dass wir damit ein Licht auf einen Sektor werfen, dessen Strahlkraft weit über die Restauranttüren hinaus reicht“, sagt Gwendal Poullennec, Internationaler Direktor des Guide Michelin.

Um in die Liste aufgenommen zu werden, müssen die Restaurants nachweisen, dass sie an mindestens drei direkt vorangegangenen Tagen geöffnet waren. Der Überblick über die Situation in der Topgastronomie wendet sich vor allem an den Food-Service und den Tourismussektor. Die Übersicht ist unter guide.michelin.com verfügbar.

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