SteuertippFerienjobber

Wie hoch der Lohnsteuersatz bei Mini- und Ferienjobbern liegt und welche Steuern und Abgaben geleistet werden müssen, darüber entscheidet die Höhe des gezahlten Lohns.

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Pünktlich zu Beginn der Semesterferien schlägt die Stunde der Ferienjobber. Das ist auch für den Arbeitgeber interessant, denn saisonale Personalengpässe können ausgeglichen und Personalkosten bei richtiger Anstellungsweise eingespart werden. Jugendliche sind während des Ferienjobs automatisch über die Mitgliedschaft des Arbeitgebers in der Berufsgenossenschaft unfallversichert.

In der Regel müssen Studenten für einen Ferienjob keine SV-Beiträge zahlen, da sie meist über ihre Eltern kranken- und pflegeversichert sind. Wer nur einem Ferienjob nachgeht (maximal 50 Tage oder zwei Monate pro Jahr) und nicht nebenher arbeitet (»kurzfristige Beschäftigung«), darf seinen Verdienst komplett einstreichen. Hat ein Student einen Dauerjob und verdient unterm Strich regelmäßig nicht mehr als 450 EUR pro Monat (Minijob), werden bei ihm keine Beiträge einbehalten, sofern er gegen die Rentenversicherungspflicht optiert. Allerdings muss der Arbeitgeber dann pauschale Abgaben in Höhe von 28,99 % entrichten. Bei einem Minijob mit einem Verdienst bis maximal 450 EUR monatlich kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschal mit einem Steuersatz von 2 % ermitteln und an das Finanzamt abführen. Dann erhält der Student seinen Lohn ohne Abzüge. Während die pauschale Lohnsteuer bei einer kurzfristigen Beschäftigung mit einem Monatslohn von bis zu 450 EUR 20 % beträgt, steigt der Steuersatz unter bestimmten Bedingungen bei einem Überschreiten der 450 EUR-Grenze auf 25 %. Der Student kann auch auf Lohnsteuerkarte arbeiten; bei einem Bruttolohn von über 450 EUR muss er dies unter Umständen sogar. Der Arbeitgeber zieht dann die fällige Lohn- und Kirchensteuer sowie den Solidaritätszuschlag und die SV-Beiträge vom Verdienst ab. Am Ende des Kalenderjahres können sich die Studenten die Steuern in der Regel vom Finanzamt zurückholen. Voraussetzung dafür ist eine Veranlagung zur Einkommensteuer.

Hinweis: Bei Arbeitsverträgen zwischen Eltern und Kindern prüfen die Finanzämter genau, ob der Vertrag wirksam ist, ernsthaft gemeint war und tatsächlich durchgeführt wurde. Die ETL ADHOGA Steuerberater beraten Sie gern. 

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