Hoteltest Hyatt Regency DüsseldorfFeminines Top-Domizil

20:41, »DOX Bar« I

Bereits beim ersten Besuch merke ich: Diese Bar wird professionell geführt. Die Mitarbeiter agieren akkurat, aufmerksam, freundlich und handwerklich versiert. Der Gast wird nett begrüßt und gut beraten, aber zu keiner Zeit bedrängt. An der Bar steht offenbar ein meisterlicher Keeper, der die Cocktails ausgezeichnet balanciert zubereitet. So bringt der »Planter´s Punch« karibische Sonne auf die Zunge, aber nicht durch extreme Aromen, sondern durch gezielt eingesetzte Frucht und Frische. Der häufig sehr dürftig ausfallende Modedrink »Hugos« gerät in der Hyatt-Bar so erstklassig, dass man versteht, warum daraus ein so erfolgreicher Drink werden konnte.

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Auch alkoholfreie Drinks, die mitunter vernachlässigt werden, haben hier an der Bar Qualität, beispielsweise die sehr gut gemachte und sommerlich erfrischende »Ingwer-Limonade« (Minze, Ingwer, Limone, Soda). Die Barkarte ist gut strukturiert, überfordert den Gast nicht mit einer Vielzahl an Positionen, bietet aber ausreichend handverlesene Qualitäten. Offeriert wird eine kompakte und fundierte Auswahl an Gin, Rum, Whisky und anderen Spirituosen, aber auch Wein- und Biertrinker werden nicht vernachlässigt. Zu den Getränken werden Salzsticks und Honigsenf-Zwiebel-Brezelstücke gereicht. Die schmecken zwar vielen, machen aber auch sehr schnell satt und nicht unbedingt Lust auf Essen und weitere Cocktails. Unter den Kleinigkeiten aus der Küche machen als leichte Kost die Sushi von der nahen Sushi-Bar Freude, die aber nicht mehr als durchschnittlich geraten. Das ändert nichts am insgesamt gelungenen Auftritt der Bar.
Wertung: sehr gut

Treppen, Aufzüge, Flure

Alle Bereiche machen einen sehr gepflegten Eindruck. Bei diesem relativ neuen Hotel wären starke Abnutzungserscheinungen auch ungewöhnlich. Die Aufzüge laufen schnell und fast geräuschlos.
Wertung: sehr gut

Sicherheitsaspekte

Die Zimmerkarte befördert den Gast nur auf das Stockwerk, auf dem er auch wohnt und zu keinem anderen. Gezielte Versuche, um an meine Zimmernummer zu kommen, scheitern am Sicherheitsverständnis der Mitarbeiter, zudem sind die Wagen des Housekeepings nicht mit Gästelisten bestückt. Die Fluchtwege sind auch abends gut erkennbar und während des Testaufenthalts nicht verstellt oder gar verschlossen. Die Treppen haben allerdings nur einen Handlauf.
Wertung: sehr gut

Schuhputzservice

Der Schuhputzservice muss telefonisch avisiert werden. Box oder Beutel stehen nicht dafür bereit. Meine am späten Abend vor die Tür gestellten Schuhe werden am frühen Morgen retourniert – blitzblank geputzt, auch an den markierten Stellen.  Ich muss jedoch zweimal hinschauen, denn die Schuhe stehen in genau der gleichen Stellung wie von mir vor die Tür gestellt. Ein Schuhputzläppchen befindet sich ebenfalls auf dem Zimmer.
Wertung: gut

DO. 26/04, 8:30, Weckruf

Der Wake-up-call wurde am Vorabend sehr freundlich entgegengenommen, wobei man gleich nach einem Reminder fragt. Der Weckruf erfolgt pünktlich mit Nennung der Uhrzeit, auch werde ich persönlich angesprochen. Die sehr freundliche und mit einer radiotauglich sanften Stimme gesegnete Mitarbeiterin wünscht noch einen schönen Tag. So macht das Aufstehen Freude.
Wertung: sehr gut

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