FCSI Inklusion – mehr als nur barrierefrei

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Das Thema »Inklusion« ist in aller Munde. Der sogenannte »Tourismus für Alle« durfte an keinem Stand der relevanten Marketingagenturen auf der ITB im März 2015 fehlen. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) lud im Rahmen der Messe sogar zum Tag des barrierefreien Tourismus.

 

An dieser Stelle gilt es den Begriff »Inklusion« zunächst zu klären. »Inklusion« – lat. »Enthaltensein« – ist der soziologisch korrekte Begriff für die Möglichkeit einer selbstbestimmten und gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Unterschiede zwischen den Individuen jedweder physischer und psychischer Natur werden dabei als Tatsache angesehen; diese Unterschiede stellen eine Bereicherung dar. Die UN-Behindertenrechtskonvention stellt dazu unmissverständlich den Anspruch einer selbstbestimmten und gleichberechtigten Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben klar.

Des nachhaltigen Tourismus-Einflusses auf die Entwicklung von Gesellschaften sind sich alle Marktteilnehmer bewusst. Aus diesem Grund trägt unsere Branche bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eine besondere Verantwortung. Es gilt, sich des Themas anzunehmen, um unsere Gesellschaft Schritt für Schritt in eine gerechtere zu verwandeln.

Für den Hotelier liegen die Potenziale dieses Prozesses auf der Hand. Zum einen lässt sich mit der Schaffung entsprechender Voraussetzungen für Inklusion der Pool für potenzielle Mitarbeiter erweitern und damit gegebenenfalls die Personalnot reduzieren. Durch eine prozessoptimierte Organisation, wie sie im Rahmen der zunehmenden Professionalisierung in der Branche Einzug hält und somit heute in den meisten Hotels zu finden ist, lassen sich Mitarbeiter mit unterschiedlichsten Voraussetzungen in den Wertschöpfungsprozess einbinden. Eine Studie der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hebt zudem die überdurchschnittliche Motivation, Loyalität und den positiven Einfluss dieser Mitarbeiter auf die Unternehmenskultur hervor.

Zum anderen kann man sich durch entsprechende inklusive Angebote vom Wettbewerber abheben, neue Zielgruppen erschließen und zusätzliche Umsatzströme generieren. Laut einer Umfrage des Deutschen Tourismus Verbandes (DTV) sind bereits heute mehr als 30 Prozent der deutschen Bevölkerung in ihrer Mobilität eingeschränkt und würden bei entsprechenden Angebote häufiger beziehungsweise überhaupt verreisen.

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