Fairmas-Trendbarometer Metropolen-Hotels auf leichter Talfahrt

Fairmas (Bild: Fairmas)

Mehr schlecht als recht – auf diesen gemeinsamen Nenner könnte man die aktuellen Prognosen der Stadthoteliers bringen, die tendenziell Nachfragerückgänge registrieren. Selbst München muss zum Oktoberfest-Start kleinere Brötchen backen.

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Berlin

Negativspirale
Ausgangslage: Im Juli hat sich die Stimmung an der Spree aufgehellt. Die Belegung lag zwar noch unter dem Vorjahr, aber die Höhe des Rückgangs wurde im Vergleich zum Vormonats-Trendbarometer geringer.

Fairmas-Ausblick: Bereits im August mussten die Berliner Hoteliers einen Rückgang von neun Prozent beim RevPAR hinnehmen, im September sollen es gar 10,3 Prozent sein. Noch aber ist das letzte Wort nicht gesprochen: Es fehlt zwar die Messe Innotrans, aber mit IFA, Berlin-Marathon etc. gibt es noch Bewegungsspielraum.

Düsseldorf

Solider September
Ausgangslage: Die Rahmenbedingungen vom Juli 2019 waren zwar vergleichbar zum Vorjahr
– Kirmes, Frankreichfest sowie die Fashion Trade Show standen auf dem Programm – dennoch rutschte die Auslastung um sechs Prozent ab.

Fairmas-Ausblick: Bis zum 8. September liefert die Caravan viel Nachfrage. Im weiteren Monatsverlauf stützen die Fachbesucher der Rehacare und der Expopharm die Zimmerrate. Mit dem einen oder anderen Demexco-Besucher aus Köln wird ebenfalls gerechnet. Der RevPAR wird um drei Prozent über dem Vorjahr liegen.

Köln

Rhythmuswechsel
Ausgangslage: Der August bewegte sich in der Domstadt auf Vorjahresniveau. Daran hatte die Gamescon wieder großen Anteil, zu der rund 370.000 Besucher aus über 100 Ländern strömten.

Fairmas-Ausblick: In Köln sollen die September-Rate um neun Prozent und der RevPAR um zehn Prozent fallen. Das Minus erklärt sich in erster Linie durch die pausierende Photokina. Diese Messe wurde im Dezember 2018 überraschend auf einen zweijährigen Rhythmus umgestellt.

Frankfurt

IAA-Effekt bleibt aus
Ausgangslage: Ebenso wie der Juli musste der August nach unten korrigiert werden. Die Belegung drehte ins Negative, das Ratenwachstum wurde kleiner, sodass der RevPAR von 4,0 auf 0,3 Prozent absackte.

Fairmas-Ausblick: Alle zwei Jahre findet in Frankfurt die IAA statt. Doch der Garant für volle Häuser schwächelt. Im Vergleich zu 2015 kamen 2017 bereits 14 Prozent weniger Besucher. Im April schrieb das Handelsblatt über Absagen zahlreicher Aussteller. So pendelt sich denn auch das Trendbarometer – ohne großen IAA-Effekt – auf dem Niveau des Vorjahres ein.

München

Kleinere Brötchen backen
Ausgangslage: Bereits im Juli trübte sich das Geschäft durch fehlendes Business- und Gruppengeschäft ein. Dieser Trend verstärkte sich im August durch den fehlenden ESC-Kongress, sodass ein RevPAR-Minus von 30 Prozent zu Buche stand.

Fairmas-Ausblick: Da im Vergleich zum Vorjahr die Weltmesse für Bäckerei, Konditorei und Snacks pausiert, werden im September in Bezug auf die Rate (–6 Prozent) sprichwörtlich etwas kleinere Brötchen gebacken. Aufgrund des bevorstehenden Oktoberfests ist die Buchungssituation aber komfortabel.

Hamburg

Halbe Kraft voraus
Ausgangslage: Juli und August performten an der Elbe auf dem Niveau des Vorjahres. Impulse lieferten die Beach-Volleyball-WM, der Triathlon sowie der Schlagermove.

Fairmas-Ausblick: Aufgrund der pausierenden Messe SMM & Windenergy fehlen im September die Ratentreiber. Die Belegung kann aber dank kleinerer Kongresse wie Seatrade, Cruise Days, Jahreskongress der Urologen (DGU) sowie des Reeperbahn Festivals fast auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der RevPAR liegt hingegen mit acht Prozent deutlich im Minus.

Quelle: Fairmas

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