Fairmas Kölner Strukturwandel

Schon heute die Entwicklung des Marktes von morgen kennen – das ist die Intention des Trendbarometers der Fairmas Gesellschaft für Marktanalysen mbH, exklusiv in Kooperation mit Tophotel. Diese Ausgabe im Fokus: der Hotelmarkt in Köln.

 

Das vergangene Jahr war turnusbedingt ein schwaches Messejahr, dennoch konnte Köln bei Besucher- und Übernachtungszahlen zweistellige Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Ankünfte beliefen sich auf 3,3 Millionen (+12,4%) und die Übernachtungen gar auf 5,7 Millionen (+13,0%). Soweit, so gut. Dennoch haben auch die Kölner Hoteliers ihre Sorgen und Nöte. Verglichen mit anderen deutschen Großstädten ist der Anteil der Privathotellerie (39%) am gesamten Zimmerbestand zwar noch relativ groß, der Strukturwandel ist nach Aussage von Deloitte-Manager Kay Strobl aber in vollem Gange. Häuser mit mehr Einheiten suchen den Anschluss an eine Marke oder werden von Hotelketten übernommen. Letztere interessieren sich aber nicht nur für privatgeführte Häuser, sondern übernehmen bei günstiger Gelegenheit auch Wettbewerber. So wurde aus dem Renaissance Hotel das Lindner Hotel City Plaza, das Mercure wurde wieder in Dorint Junkersdorf zurückbenannt, dafür wurde aus dem Park Inn das Mercure Köln Belfortstraße. Das Barceló wird während der Umbauphase unter dem Namen Hotel Cologne Rudolfplatz geführt, bevor es Mitte 2016 als Steigenberger Köln neu positioniert wird.

Die Nachfrage auf dem Kölner Hotelmarkt ist aktuell in fast allen Segmenten stark, besonders im Business- und Tagungsgeschäft. So sorgt beispielsweise die Messe »GIFA« in Düsseldorf für viel Overflow-Geschäft und große Konzerte von Helene Fischer oder ACDC bringen zusätzliche Nachfrage. Alles in allem soll die Juni-Belegung im Vorjahresvergleich um vier Prozent ansteigen, die Rate wird um acht Prozent besser erwartet. Etwas pessimistischer sehen jene Hoteliers, die ihre Kenn- und Planungszahlen dem Benchmark-Experten Fairmas zur Verfügung stellen, den kommenden Monat: Die Nachfrage fällt im Juli bisher recht gering aus, allerdings wird es drei hochpreisige Wochenenden geben. Der Christopher Street Day (5. Juli), die »Kölner Lichter« (11. Juli) und das »Amphi  Festival« (25. – 26. Juli) sollten für volle Betten sorgen. Unter der Woche ist allerdings noch Luft nach oben.

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