Fair Job Hotels Roadtrip für mehr Nachwuchs

Fair Job Markenbotschafterin
Fair-Job-Markenbotschafterin Maria Mittendorfer ist mit ihrem Land Rover, liebevoll "Fairdi" (kurz für "Fairdinand") genannt, auf Deutschlandmission für die Branche. (Bild: Fair Job Hotels)

Menschen für die Hospitality-Branche begeistern, das ist Maria Mittendorfers Mission. Dafür cruist die Markenbotschafterin der Fair Job Hotels ein Jahr durchs Land, um sich mit Schülern, Eltern und Studenten auszutauschen. Und um charmante Überzeugungsarbeit zu leisten.

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„Eine Ausbildung im Hotel starten? Da muss ich ja immer arbeiten.“ Ein Klischee, mit dem sich Maria Mittendorfer aktuell häufig auseinandersetzen muss. Dass sich dieses Vorurteil über die Hospitality ändert und sich das Image langfristig verbessert, dafür setzt sich die Markenbotschafterin der Fair Job Hotels engagiert ein. Mit einem Land Rover tourt sie im Rahmen der „Fair Job Hotels Trophy“ durch Deutschland, um junge Menschen für die Branche zu begeistern – auf (Job-)Messen, in Schulen und Universitäten. Seit knapp dreieinhalb Monaten ist sie nun schon „on the Road“ und hat dabei einige Stationen in Nord- und Ostdeutschland – darunter Dresden, Hamburg und Bad Saarow – hinter sich gelassen. Bisher ist sie 6.500 Kilometer gefahren. „Ich orientiere mich daran, wann wo welche Messe ist. Das kann auch bedeuten, mehrmals die gleiche Stadt zu besuchen. Ich war zum Beispiel schon einige Male seit dem Start der Trophy in Hamburg“, verrät sie. Übernachten muss sie aber nicht etwa im Land Rover, den sie liebevoll „Fairdi“ – kurz für „Fairdinand“ – nennt. Während ihrer Aufenthalte darf sie immer ein anderes Partnerhotel ihr Zuhause auf Zeit nennen. Zur Internorga in Hamburg kam sie zum Beispiel im Hotel Vier Jahreszeiten am Jungfernstieg unter.

„Mitarbeiter vieler Partnerhotels haben mich schon darum gebeten, bei ihnen vorbeizuschauen. Sie zeigen mir dann das Hotel, und ich kann mich mit ihnen austauschen“, so Maria Mittendorfer. Für die Messen bekommt sie Unterstützung, zumeist von der Personalleitung der Partnerhotels – aber auch von anderer Stelle: Florian Leisentritt, Hoteldirektor im Gewandhaus Dresden, hat sie zum Beispiel auf eine Jobmesse begleitet. „Das ist natürlich ganz toll, weil er den Schülern erklären kann, wie eine Ausbildung in seinem Hotel abläuft und welche Benefits sie erwarten können“, betont sie. Zudem ermöglichte er ihr einen Besuch bei der SRH Hotel-Akademie in Dresden. Für die Markenbotschafterin eine tolle Gelegenheit, sich mit den Studierenden auszutauschen, die sehr interessiert gewesen seien und auch die eine oder andere kritische Frage gestellt hätten.

Wider das Klischee

Kritischen Fragen stellt sich die 26-Jährige gern. Auf den Jobmessen wird sie häufig mit Skepsis von Schülern und Eltern konfrontiert. „Sie schauen sich erst den Stand an und sagen dann oft: ‚Ach nee, in so einem Job habe ich ja nie frei.‘ Ich fange sie dann ab und erkläre ihnen, dass das gar nicht stimmt“, sagt Maria Mittendorfer. Diese Vorstellung habe sich in den Köpfen verankert. Im Gespräch entwickelten Schüler und Eltern dann meist starkes Interesse. Schon häufiger habe sie bei Eltern so große Begeisterung auslösen können, dass sie ihre Kinder noch einmal bei ihr vorbeischickten. „Grundsätzlich gibt es in der Kommunikation mit potenziellen Bewerbern für Jobs in der Hospitality noch viel Luft nach oben“, ist sie überzeugt. Andere für den Job zu begeistern, das mache auch etwas mit ihr selbst. Vorher schon überzeugte Branchen-Anhängerin, brenne sie nun noch mehr dafür. „Je mehr ich dahinterstehe, umso mehr wächst mein Ziel, dass ich die Begeisterung kommunizieren kann und an andere weitergebe.“

Die Markenbotschafterin erhält auf ihrer Reise in den Partnerhotels auch die Möglichkeit, mit Menschen zu sprechen, die bereits in der Branche arbeiten. Wie zufrieden sie sind, hängt ihrer Erfahrung nach von der Führung ab. Neben einer wohlwollenden Kritik spiele auch das Lob eine große Rolle. Das werde aber noch zu wenig gelebt. Auch auf die persönlichen Bedürfnisse einzugehen, habe sich als wichtiger Faktor für die Mitarbeiter herauskristallisiert. Ein gutes Beispiel ist für die Maria Mittendorfer das Hotel ­Esplanade in Bad Saarow: „Der Hoteldirektor hat mir erklärt, dass die Jobs bei ihm immer maßgeschneidert sind. Für eine dreifache Mama findet er zum Beispiel eine Tätigkeit im Frühstücksbereich.“

Ziemlich beste Freunde

Ein Jahr „on the Road“ zu sein, erfordert gute Planung. Das werde aber mit der Zeit immer leichter. Je mehr Maria Mittendorfer unterwegs ist, umso mehr spricht sich ihr Engagement herum und Partnerhotels öffnen ihre Türen. Vieles habe sie am Anfang ihrer Reise allein organisiert – Messestände auf- und abgebaut und den Stand betreut. „Ich lerne aber immer mehr, auch mal Arbeit abzugeben“, betont sie. Die größte Herausforderung sei zunächst gewesen, sich an „Fairdinand“ zu gewöhnen. Doch mittlerweile komme sie sehr gut mit dem großen Auto zurecht. „Wir sind unzertrennlich, und ich bin traurig, wenn ich ihn im Februar abgeben muss.“

Selbstverständlich hat die junge Hotelbotschafterin, wie auch sonst im Job üblich, ihre freien Tage. Die Zeit nutzt sie gern, um sich die Umgebung anzuschauen. Heimweh, sagt sie, verspüre sie bisher nicht. Sie wisse, dass die Zeit „on the Road“ begrenzt ist, und genieße es daher sehr. Nur eines fehle ihr manchmal: „Was ich wirklich vermisse, ist eine eigene Küche. In meiner Freizeit koche ich sehr viel. Das mache ich aber dann, wenn ich mal Urlaub von der Trophy habe.“ | Mareike Knewitz

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