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StartBusiness & ManagementHoteltestHoteltest im Erbprinz Ettlingen::Adel verpflichtet  –  eigentlich

Hoteltest im Erbprinz EttlingenAdel verpflichtet  –  eigentlich


15:50 – »Café Erbprinz«

 

Kunstvoll belegte Obst-Torteletts, feine, kaum einen Zentimeter hohe Tartes, eine dafür umso höhere Schwarzwälder Kirschtorte und handgemachte Pralinen in großer Vielfalt – vor diesen Auslagen läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Erst in diesem Jahr eröffnet, hat sich das »Café Erbprinz« zu einer echten Bereicherung mit großer Anziehungskraft entwickelt, was nicht verwundert. Neben süßen Leckereien werden auch Konfitüren, außergewöhnliche Kaffee- und Teesorten und ein Sortiment an Kaviar angeboten. Alles zum Verzehr, aber auch zum Außer-Haus-Verkauf. Verantwortliche Konditorin und Patissière ist Jasmina Knebel, die Ehefrau von Sternekoch Ralph Knebel. Ich nehme auf der hübschen kleinen Terrasse Platz, schaue auf Buchsbaum, Efeu und Geranien und versuche den Verkehrslärm jenseits des ziselierten Eisenzauns zu ignorieren. Was soll ich nehmen? Ein Stück meines Lieblings(=Käse)kuchens oder doch lieber eines der feinen Törtchen? Die nette Dame im dunklen Kostüm rät zu Letzterem – »Käsekuchen kriegen sie auch woanders!« Da hat sie Recht. Ich vertraue auf den Geschmack der Mitarbeiterin und bekomme ein bildschönes Mürbeteig-Törtchen vorgesetzt, bei dem makellose Himbeeren auf einer Vanillecreme sitzen, dekoriert mit drei knallgrünen Pistazien. Ein Augen- und ein Gaumenschmaus! Zur Feier dessen muss es noch ein Glas Sekt sein, frisch, kalt, prickelnd, wunderbar. Die nette Bedienung, die leider kein Namensschild trägt, arbeitet effizient und strahlt eine natürliche Herzlichkeit aus. Gastgeber wie sie sind es, die Häuser wie den Erbprinz auszeichnen.
Wertung: sehr gut

Spa

Haben Sie schon einmal den Palast von Knossos besucht? An dessen Rekonstruktion erinnert mich die schwarz-rote Farbgebung des Innenpools im Erbprinz. Dabei sind im sonstigen Spa die Anleihen eher bei den Römern gemacht. Ein wirklich tolles Angebot, dieser Wellnessbereich. Eigentlich. Mit großzügigem Schwimmbad, mehreren Saunen, zwei Ruheräumen und einem ambitionierten  Beauty Spa bietet das Hotel seinen Gästen beste Möglichkeiten, sich ein paar Stündchen auszuklinken und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Irgendwo im ersten Stock gibt es zudem noch einen Fitnessraum. Das Bemühen ist durchaus ersichtlich, es dem Gast schön und angenehm zu machen. Mit Tee und Granderwasser, frischem Obst an der Poolbar und Töpfchen mit Meersalz und Olivenöl für ein Peeling im Dampfbad. Aber: Dieses Bemühen wird nicht konsequent durchgezogen. Wie lieb- und einfallslos ist der Außenbereich vor dem Schwimmbad möbliert – ganze zwei Liegen mit nicht mehr sauberen Auflagen und ein paar Stühle ohne Polster wirken wenig einladend, wenn man bei schönem Wetter keine Lust hat, sich im dunklen Poolbereich aufzuhalten. Zudem ist der Frischluftraum vor der Sauna aufgrund der Bauarbeiten gesperrt, was der Gast ohne jede Entschuldigung oder Erklärung von Seiten des Hotels hinnehmen muss. Dann gibt es nach 14 Jahren des Betriebs Abnutzungserscheinungen an den Einrichtungen, die deutlich sind und nicht ignoriert werden sollten: einen großen Rostfleck an einer Wand des Pools, dunkel verfärbte Bänke in der Finnischen Sauna, Fliesenschäden und abgeplatzte Farbe im Dampfbad, verkalkte Brauseköpfe und beginnende Sporenbildung in der Verfugung. Gerade in einem Spa-Bereich, wo Wasser und Wärme die Keimbildung unterstützen, muss penibel auf Sauberkeit und Hygiene geachtet werden. Was zum zweiten Kritikpunkt führt. Obwohl eine Mitarbeiterin morgens im Wellnessbereich werkelt und obwohl die Poolbar tagsüber meistens besetzt ist, wirkt der Wellnessbereich insgesamt nicht ausreichend gepflegt. Sämtliche Fensterscheiben nach draußen sind stark verschmutzt – gerade wenn Bauarbeiten zugange sind, muss man sie umso öfter putzen. In der Sauna liegen morgens noch Handtücher vom Vortag. Der Außenbereich wird zwischendurch nicht aufgeräumt. Die Teelichter rund um den Pool sind schmuddelig. Und der letzte Eintrag auf der aushängenden Säuberungscheckliste ist sage und schreibe vier Tage alt.
Wertung: noch befriedigend

Message-Transfer

Als ich aus dem Spa ins Zimmer zurückkomme, liegt dort ein Kärtchen auf dem Tisch: Die Nachricht, die ein Anrufer für mich hinterlassen hat, ist handschriftlich notiert, vollständig, korrekt und wohl formuliert.
Wertung: sehr gut

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