Kempinski BakuEislaufen mit Kempinski

Aserbaidschan gilt als Tor zwischen Ost und West und gewinnt als strategischer Standort zunehmend an Bedeutung. Mit zwei Hotels in der Hauptstadt Baku hat Kempinski auf den prosperierenden Markt reagiert.

Ein Land auf der Überholspur: 2006 wurde in dem sogenannten Jahrhundertvertrag mit einem internationalen Konsortium der Abbau der gewaltigen Ölvorkommen des Landes geregelt und brachte Millionen von Petrodollars in die Staatskasse – seitdem gehört Aserbaidschan zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Viele Projekte wurden seither angeschoben und ganz oben auf der Agenda von Staatschef Ilcham Alijew steht die Modernisierung des Landes. Einige Teilerfolge konnten bereits erreicht werden: Alte Immobilien wurden abgerissen und neu errichtet, antike Gebäude erneuert. Hinzu kommen monumentale Neubauten wie die derzeit im Bau befindlichen, 350 Millionen Euro teuren, »Flame Towers«. Schon heute gelten sie als neue Nationalsymbole der Hauptstadt Baku. Spätestens seit feststeht, dass Aserbaidschan Gastgeber des Eurovision Song Contest im kommenden Jahr ist und sich zudem für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2020 bewirbt, ist der Staat am Kaspischen Meer auch in den Fokus internationaler Hotelgesellschaften gerückt. Kempinski hat die rund zwei Millionen Einwohner zählende Hauptstadt Baku bereits seit längerem im Visier und meldete im vergangenen Jahr den Abschluss eines Managementvertrags für das Kempinski Hotel Crescent Baku, das 2015 fertig sein soll. Im Juli dieses Jahres legte die Luxushotelgruppe dann noch einmal nach und unterschrieb einen weiteren Managementvertrag für das Kempinski Badamdar Baku, das am 1. September von Präsident Ilcham Alijew offiziell eröffnet wurde. Das 280 Zimmer umfassende Luxushotel, welches Kempinski im Rahmen eines zehnjährigen ­Managementvertrags betreibt, liegt im Herzen des Stadtteils Badamdar, rund zehn Minuten von Flughafen und Parlament entfernt. Hier erkennt Kempinski-Präsident und CEO Reto Wittwer »herausragende Möglichkeiten für Geschäfts- und für Privatreisende«. Zudem sieht er im neuen Kempinski-Hotel eine wichtige Ergänzung des osteuropäischen Portfolios von Kempinski und kündigt weitere Häuser in der Region an. USP des 2,5 Hektar großen Hotelkomplexes mit 14 Stockwerken ist ohne Frage der 5000 Quadratmeter große Entertainment-Bereich. Er bietet den internationalen Gästen nicht nur ein drei Etagen umfassendes Shopping-Paradies sowie zahlreiche Restaurants und Bars, sondern zusätzlich Billardtische, eine Bowlinganlage und sogar eine Eislaufbahn. Ein weiteres Highlight des Hauses ist der Spa-Bereich, der mit Superlativen nicht geizt. So umfasst die Wellnessoase stattliche 3500 Quadratmeter und beherbergt neben Fitnessstudio, Sauna und Hamam einen überdimensionalen Indoor-Pool samt Bar. Abgerundet wird das Wohlfühl-Angebot durch vielfältige Treatments und Beauty- Anwendungen. Der Veranstaltungsbereich hat nach Angaben des Hotels Weltklasseniveau. Neben einem Ballsaal für bis zu 600 Personen, in dem sowohl Gala-Empfänge als auch Hochzeiten stattfinden sollen, gibt es 14 Tagungsräume unterschiedlicher Größe, 36 voll ausgestattete Sitzungssäle sowie ein Auditorium für bis zu 450 Personen. Moderne Tagungstechnik ist dabei ebenso obligatorisch wie ein stilvolles Interior Design, das sich durch das gesamte Gebäude zieht. So sind auch die 280 luxuriösen Zimmer in warmen Tönen gehalten und verfügen über Flatscreen-TV, WLAN, Safe und Minibar. Die kleinsten Zimmer sind 26 Quadratmeter groß und werden ab 136 Euro verkauft. Dem gegenüber steht die 374 Quadratmeter umfassende »Royal Residence Suite«, die mit zahlreichen Extras wie Billardtisch, Bar, Küche, privatem Balkon und einem Esszimmer aufwartet. Hinzu kommen drei Marmor-Badezimmer mit je einem Jacuzzi, eine Sauna und insgesamt acht Fernseher.Für Gäste, die Wert auf eine besondere Privatsphäre legen, bietet das Kempinski zusätzlich 37 luxuriöse Wohnungen mit Hotel-Service an.Die Größe der komplett ausgestatteten Appartements variiert von 80 bis 200 Quadratmetern mit zwei oder drei Schlafzimmern. Neben dem Newcomer in Baku wird Kempinski in diesem Jahr noch sechs weitere Häuser eröffnen: in Indien das Leela Palace Kempinski Chennai und auf den Seychellen das Resort Baie Lazare. Einen ganz speziellen Fokus legen Reto Wittwer und sein Management-Team auf die Volksrepublik China. Noch in diesem Jahr sollen vier Häuser in Shanghai, Guiyang, Sanya und Xiamen an den Start gehen. Bereits im August wurde ein 340-Zimmer-Hotel in Huizhou (Provinz Guangdong) eröffnet. Insgesamt plant Kempinski, sein Portfolio im Reich der Mitte von derzeit elf auf über 20 Hotels bis 2015 auszubauen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here