Digitaler Meldeschein DTV will Checkin-Workflow einem Praxistest unterziehen

Digital geleistete Unterschrift auf Meldescheinen sind in Mecklenburg-Vorpommern beim Hotel-Check-In möglich (Bild: Shutterstock)

Den Meldeschein komplett digitalisieren – dieses Vorhaben ist Teil des dritten Bürokratie-Entlastungsgesetzes, das der Deutsche Tourismusverband (DTV) unterstützt. Zusätzliche technische Hürden seien allerdings für kleinere gastgewerbliche Betriebe kontraproduktiv.

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Bei der Anhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages am Montag, 21. Oktober, präzisierte DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz die Position des Verbands. Oberstes Ziel der Überarbeitung sei es demnach, eine nachhaltige Erleichterung – finanziell wie auch bürokratisch – für Deutschlands Gastgeber und Gäste zu erreichen. „Wir begrüßen einen digitalen Meldeschein. Dabei kommt es darauf an, mit Augenmaß vorzugehen und nicht nur große Hotelketten im Blick zu haben. Besonders  für kleine Gastgeber wären zusätzliche technische Hürden kontraproduktiv. Es braucht Lösungen, die ohne großen Aufwand und Investitionen für die Gastgeber umsetzbar sind“, sagte Norbert Kunz.

In seiner Stellungnahme verweist der DTV darauf, dass vorab geklärt werden muss, wessen Daten künftig erfasst werden sollen. Zudem müssen unterschiedliche Check-in-Abläufe berücksichtigt werden. Mit einem Praxistest sollte die Umsetzung des digitalen Meldescheins vorab auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden.

Hintergrund: Das Wirtschaftsministerium sieht vor, in mehreren Bereichen unnötige Bürokratie abzubauen. Dazu gehört die Option eines digitalen Meldescheins im Beherbergungsgewerbe.
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