Job-ManagementDie Pessimisten sterben nicht aus

Jeder Mensch hat mit Rückschlägen zu kämpfen – im Beruf ebenso wie im Privatleben. Erfolgreiche Menschen begreifen diese als Lern- und Entwicklungsprozess. Pessimisten verzagen Sie kennen das: Vieles läuft nicht immer so, wie man es sich gewünscht oder erwartet hat. Der Verlust des Arbeitsplatzes, die erfolglose Bewerbung, der verlorene Kunde, die Trennung vom Lebenspartner. All das gehört zum Leben wie die Sahne zum Kaffee, ist aber noch lange kein Grund zu verzagen oder gar pessimistisch in die Zukunft zu blicken. Im Gegenteil: Eine Niederlage sollte vielmehr Ansporn sein, »jetzt erst recht« durchzustarten, schließlich steigern gelöste Schwierigkeiten auf dem Weg zum Ziel den »Geschmack des Erfolges« und stärken das Selbstbewusstsein. Schon der Volksmund sagt: »Hinfallen ist kein Makel, sondern liegenbleiben.«

Doch immer wieder begegnen uns Menschen, die dazu neigen, immer erst einmal das Negative zu sehen: das Scheitern einer Idee, die möglichen Fehler des neuen Mitarbeiters, den Zusammenbruch des Euro, den drohenden Konkurs des Arbeitgebers etc. Wenn etwas tatsächlich nicht geklappt hat, ist es hinterher einfach zu sagen: »Ich wusste doch vorher, das konnte nicht funktionieren.« Wer so denkt, disqualifiziert sich schnell als Führungskraft, weil er nicht in der Lage ist, den Funken der Begeisterung für eine Idee, für einen (noch so harten) Job oder eine herausfordernde Aufgabe auf seine Mitarbeiter überspringen zu lassen. Folgendes Positivbeispiel soll für Sie Motivation sein, die Mentalität des »never give up« zu erlernen:

Mit 32 verlor er seinen ersten Wahlkampf, mit 34 erlebte er eine finanzielle Pleite, in seinem 35. Lebensjahr starb seine Partnerin, mit 36 erlitt er einen Nervenzusammenbruch. Doch er gab nicht auf. Seinen zweiten Wahlkampf verlor er mit 38 Jahren. Dann unterlag er dreimal hintereinander im Kongress gegen seine Konkurrenten, mit 55 Jahren sogar im Senat. Mit 56 verfehlte er sein Ziel, Vizepräsident zu werden. Aber dann – mit 60 Jahren wurde Abraham Lincoln Präsident der Vereinigten Staaten. War er deshalb ein Verlierer? Nein. Seine Präsidentschaft ist als eine der bedeutendsten in die Geschichte der USA eingegangen. Lassen Sie sich also nicht entmutigen. Es lohnt sich zu kämpfen.
Im Laufe meiner Arbeit als Personalberater habe ich zahlreiche Aussagen von Pessimisten gesammelt, die sich im Nachhinein alle als falsch erwiesen haben. Mögen einige davon Sie motivieren, positiv in die Zukunft zu schauen. So behauptete vor über 30 Jahren der Vorstand einer deutschen Hotelkette, der Gast eines Vier-Sterne-Hotels werde niemals bereit sein, sich morgens am Buffet anzustellen, um sein Frühstück auszuwählen. Ein paar Jahre später wusste der Vice President Sales & Marketing einer internationalen Gesellschaft: »Als Luxushotels leben wir vom individuellen Gastkontakt auf höchstem Niveau. Das wird auch bei der Zimmerbuchung so bleiben. Elektronische Reservierungen sind nur etwas für Budgethotels.« Die Plattenfirma DECCA lehnte seinerzeit einen Vertrag mit den Beatles ab, weil deren »Sound nicht zeitgemäß und Gitarrenmusik derzeit nicht gefragt« sei. Im Jahr 1900 ergab eine Marktanalyse von Mercedes Benz: »Wegen der begrenzten Zahl an Chauffeuren wird die weltweite Nachfrage nach Automobilen die Zahl von 5000 nicht überschreiten.«

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