FBMADie Generation Y der Hotellerie

Auf der Jahreshauptversammlung vom 15. bis 17. April 2012 in Freiburg präsentiert Barbara Wagner mit dem Vortrag: »Wie Generation Y die Hotellerie verändert – Einblicke aus erster Hand« neue Sichtweisen auf die Altersklasse, die zukünftig aktiv die Hotelwelt gestalten wird.

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Articolare pr konnte im Vorfeld der Veranstaltung mit dem ambitionierten Nachwuchstalent (zwei Mastertitel, Finalistin des »Hospitality ­Career Awards 2011«, seit August 2011 Assistant Director of Convention Sales im Steigenberger Airport Hotel in Frankfurt, Doktorandin an der Universität Lettlands in Riga) ein Interview führen.

Articolare pr: Wie sieht die Generation Y die Hotelwelt?

Barbara Wagner: Generation Y beschreibt die zwischen 1980 und 2000 Geborenen – also knapp 20 Millionen Deutsche. Allgemeingültige Antworten sind daher nicht zu finden – allerdings aber Trends, die auf einen Großteil dieser Altersgruppe zuzutreffen scheinen. Aufgrund der erhöhten Mobilität sind Hotelübernachtungen für junge Erwachsene heute viel selbstverständlicher als noch vor 20 Jahren. Hotels spielen also eine elementare Rolle im Leben vieler Mitglieder der Generation Y.

Articolare pr: Welche Erwartungen und Anforderungen hat sie als Gast?

Barbara Wagner: Durch die hohe Anzahl an Hotelübernachtungen steigen auch die Ansprüche, dass Hotels das individuelle Zuhause so gut wie möglich abbilden sollen. ­Gäste der Generation Y möchten ungern auf Annehmlichkeiten verzichten, die sie für selbstverständlich halten – dazu gehören Internet, ein breites, jederzeit verfügbares Food-Angebot, eine Vielzahl an in- und ausländischen TV-Sendern und Zeitungen sowie flexible Check-in- und Check-out-Zeiten. ­Aufgrund der stärkeren Preistransparenz steigt allerdings gleichzeitig auch die Preissensibilität.

Articolare pr: Welche Antworten hat die Hotellerie bislang darauf gefunden?

Barbara Wagner: Fast alle Hotels bieten heute kabellose Internetzugänge an, auch eine erhöhte Diversifikation bei den Food-Angeboten lässt sich feststellen. Es ist beispielsweise keine Seltenheit mehr, dass man in verschiedenen Outlets innerhalb eines Hotels sowohl Sushi als auch Pizza bestellen kann – vielleicht wird es eines Tages sogar Döner geben. Beim Check-in und Check-out halten Hotels allerdings noch an standardisierten Zeiten fest – hierfür werden künftig operative und organisatorische Lösungen gefunden werden.

Articolare pr: Was macht den beruflichen Reiz der Hotelwelt für die Generation Y aus?

Barbara Wagner: Im Hotel gibt es zu jeder Zeit Arbeit – der Schichtdienst bietet viele Möglichkeiten, unterschiedlichste Lebensentwürfe mit einem Beruf in der Hotellerie zu verbinden. Gleichzeitig bietet die Hotellerie verschiedene Geschäftsfelder und die Chance des Stellenwechsels. Kaum eine Tätigkeit in der Hotellerie ist so spezifisch, dass sie einen Wechsel unmöglich macht. Diese Flexibilität gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Articolare pr: Was kann getan werden, um die Attraktivität der Branche zu erhöhen?

Barbara Wagner: Die Vorteile durch die Arbeitszeit können noch stärker ausgebaut werden. Lebensentwürfe werden flexibler und kurzfristiger – das kann die Hotellerie noch besser nutzen und auch damit werben. Das niedrige Gehaltsniveau wird weiterhin das positive Image trüben, daher müssen Entwick-lungschancen, Flexibilität und Zeit als neue Währung verstärkt betont werden.

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