Deutschland nicht unter den Top TenBundesregierung nimmt Stellung zu Lonely-Planet-Ranking

´ (Bild: Shutterstock)

Die Bundespolitik hat sich mit der Platzierung Deutschlands in der Reiseführer-Liste von Lonely Planet beschäftigt. In dieser hatte es Deutschland heuer nicht unter die Top Ten geschafft. 

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Auf Anfrage mehrerer Abgeordneter und der FDP-Fraktion hatte die Bundesregierung sich dazu geäußert, dass Deutschland nicht im Ranking des Reiseführers “Lonely Planets Best in Travel 2020” aufgeführt sei. In der Anfrage hieß es unter anderem: “Fraglich ist, welche Gründe zu dieser Einschätzung geführt haben und wie die Bundesregierung die Vermarktung des Reiselandes Deutschland weiter ausbauen sowie die Attraktivität als Destination für Reisende aus dem Ausland noch weiter verbessern möchte, um die weltweite Wahrnehmung als Reiseland noch weiter zu erhöhen.”

Laut der Bundesregierung habe die Tatsache, dass Deutschland nicht unter den Top Ten der “Lonely Planets Best in Travel 2020”-Reiseländer ist, aber keinen nachweisbaren Einfluss auf die Zahl der Reisenden. Das geht aus dem Antwortschreiben hervor. Reiseführer hätten demnach keinen großen Einfluss auf die Auswahl der Urlaubsdestination. Sieben Prozent der Europäer verließen sich darauf, bei Touristen aus den USA seien es acht Prozent und bei chinesischen Reisenden elf Prozent. Im Statement heißt es: “Zum generellen Einfluss von Reiseführern liegen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) folgende Informationen der Deutschen Zentrale für Tourismus DZT vor: Reiseführer, wie die von Lonely Planet, stehen bei der Reiseplanung mit einem Anteil von sieben Prozent nur auf Rang 4 bei den Deutschlandreisen der Europäer (sie stellen 87 Prozent aller weltweiten Reisen nach Deutschland). Platz 1 hält das Internet mit einem Anteil von 77 Prozent, gefolgt von den Informationen durch Freundinnen und Freunde, Verwandte und Bekannte mit 23 Prozent (Rang 2) und dem Reisebüro (Rang 3) mit 16 Prozent. Im wichtigsten Überseemarkt für das Deutschland-Incoming, den USA, nutzen lediglich acht Prozent der Deutschlandbesucher Reiseführer als Informationsquelle, in China werden Reiseführer bei elf Prozent der Deutschlandreisen genutzt (Quelle: DZT/World Travel Monitor 2019)”

Und weiter betont die Bundesregierung die Beliebtheit des Landes: “In den letzten Jahren wurden deutsche Reiseziele mehrfach in den Top 10 gelistet: 2016 stand Bayern als Reiseregion auf Platz 8 mit dem Hinweis auf 500 Jahre Reinheitsgebot, 2018 war Hamburg Platz 4 in der Rubrik Städte mit der Neuen Elbphilharmonie, 2019 war Deutschland als Reiseland auf Platz 2 gesetzt – mit dem Hinweis auf das 100. Jubiläum der Bauhausgründung und dem 30. Jahrestag des Mauerfalls. 2020 steht Bonn mit dem Hinweis auf das Beethoven-Jubiläum auf Platz 5 unter den Städtezielen. Es ist also festzustellen, dass die Themenwahl der DZT für Kampagnen mit den kommenden Trends der internationalen Reise-Community korreliert.”

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