Design Lichtgestalter Ingo Maurer in München verstorben

Ingo Maurer ist im Alter von 87 Jahren verstorben. (Bild: tomvack)

Im Alter von 87 Jahren ist Ingo Maurer in München im Kreis seiner Familie verstorben. In der Entwicklung und Verwendung neuester Lichtinnovationen, die auch in unzähligen Hotels zum Einsatz kommen, war Ingo Maurer stets Vorreiter.

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Die Leuchten und Lichtobjekte des 1932 geborenen Maurer gelten als wegweisend im Design. Zu seinen bekanntesten Entwürfen gehören sein Erstlingswerk „Bulb“ (1966), das Niedervolt-Halogen-System „YaYaHo“ (1984, Ingo Maurer und Team), die geflügelte Glühbirne „Lucellino“ (1992), die Pendelleuchte „Zettel’z“ (1997), “One From The Heart” (1989) und “Porca Miseria!” (1994).

In der Entwicklung und Verwendung neuester Lichtinnovationen war Ingo Maurer stets Vorreiter: als großer Verehrer der Glühbirne, die er als „ideale Symbiose von Poesie und Technik“ bezeichnete, setzte er in den 1980ern Niedervolt-Halogen-Systeme ein. Die erste LED-Schreibtischlampe produzierte Ingo Maurer bereits im Jahr 2001, OLEDs verwendet er ab 2006.

Mit Gestaltungsaufträgen im privaten wie öffentlichen Bereich setzte er international Zeichen. Die Beleuchtung der U-Bahn-Stationen “Westfriedhof” (1998) und “Münchner Freiheit” (2009) in München sowie das Pendel “Flying to Peace” für die Messe Frankfurt (2018) sind nur einige Highlights einer langen Liste an Auftragsarbeiten. 2018 schloss er eines seiner facettenreichsten Projekte ab – ein Gesamtkonzept für das Weingut mit angeschlossenem Hotel  Tsinandali in Georgien.

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