TREUGAST Stimmungsbarometer Den Optimismus nicht verlieren

Die Hotellerie ist voller Optimismus, wenn es um das  laufende Geschäftsjahr geht, aber es schwingt auch eine Portion Respekt vor den Herausforderungen mit. Diese sind die ersten Ergebnisse des kommenden “TREUGAST agere Betriebsvergleichs 2014”.

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Nahezu die Hälfte der befragten Betriebe (44 Prozent) glaubt, dass 2014 sich besser entwickeln wird als das Vorjahr. In gleichem Maße wird allerdings ebenso eine gleichbleibende Entwicklung antizipiert (42 Prozent). Nur vierzehn Prozent der Hoteliers teilen nicht den Optimismus ihrer Kollegen und erwarten schlechtere Zeiten. Die Ergebnisse spiegeln die aktuelle wirtschaftspolitische Lage wieder: Einerseits schwelt noch immer die Euro-Krise und der sich verschärfende Russland-Ukraine-Konflikt gibt Grund zur Sorge. Anderseits geht es der Wirtschaft gut und die Tourismusprognosen für Deutschland  sind positiv. Grundsätzlich läuft es also gut, allerdings trübt sich aktuell bereits wieder die allgemeine Wirtschaftsstimmung, wie der jüngste ifo-Geschäftsklimaindex August zeigt. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Branche ihren  Optimismus nicht verliert.

Aufwandsseitig zeigen die Ergebnisse ein hohes Problembewusstsein bei den Hoteliers. Personal- und Energiekosten sind Top-Themen. Rund 40 Prozent der Befragten glauben, dass ein hohes Risiko besteht in beiden Bereichen Aufwandssteigerung im laufenden Jahr zu sehen. Noch einmal die gleiche Anzahl schätzt das Risiko auf mittlerem Niveau ein. Ignoranz den Themen gegenüber ist so gut wie nicht zu finden und wäre auch fehl am Platz. Fachkräftemangel, demographische Verschiebung und Unzufriedenheit bei Auszubildenden sind personalseitig sicherlich die treibenden Faktoren. Schwelende Konflikte in Osteuropa und die Energiewende Deutschlands schüren die Angst vor höheren Energiepreisen. Die Einschätzungen für den Warenaufwand sind zurückhaltender. Das Steigerungsrisiko wird hier meist auf gering bis mittel geschätzt – 37 Prozent respektive 47 Prozent. Dieser Faktor erscheint somit zweitrangig jedoch keinesfalls unwichtig.

Angst vor einer schwächelnden Geschäftslage zeigt die Umfrage nicht, aber die kritischen Kostentreiber Personal und Energie betrachten die Hoteliers mit Sorge. Die Branche tut in jedem Fall gut daran diese Problemfelder  fest im Blick zu behalten. Noch besser wäre es jedoch progressive und lösungsorientierte Gegenmaßnahmen einzuleiten.

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