DehogaSo gelingt die Beantragung der Gema-Gutschrift

Die Gutschrift kann einfach über das Portal der Gema beantragt werden. (Bild: Pixabay)

Für den Zeitraum behördlich veranlasster Schließungen der Gastronomien werden keine Gema-Lizenzgebühren berechnet. Das hatte die Gema auf Nachfrage des Dehoga bereits im März erklärt. Bereits gezahlte Beträge werden anteilmäßig zurückerstattet. Ansonsten erhält der Musiknutzer eine Gutschrift, die mit noch nicht beglichenen Forderungen verrechnet wird.

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Voraussetzung für eine Gutschrift beziehungsweise Rückerstattung ist allerdings, dass der Musiknutzer seine individuellen Betriebsschließungszeiten der Gema über deren online-Portal ab Mitte September mitteilt. Hierzu muss er sich unter seinem Profil einloggen – falls noch nicht vorhanden, muss ein Profil angelegt werden. Dort befindet sich auf dem Dashboard die Kachel „Schließung von Betrieben“. Hier muss die Kundennummer sowie ein spezieller Code eingegeben werden, um danach die individuellen Schließzeiten – frühestens ab dem 16.3.2020 – und eine Bankverbindung für gegebenenfalls nötige Rückzahlungen eintragen zu können.

Der spezielle Code wird den Musiknutzern Mitte September per Post zugesandt. Sollte ein Kunde das Schreiben mit dem Code nicht erhalten haben, kann er den Code im Portal anfordern und damit den postalischen Versand desselben auslösen.

Unterschied zwischen teilweiser und vollständiger Schließung

Nach Anklicken von „Schließung mitteilen“ kann der Schließungszeitraum für den ausgewählten Nutzungsort eingegeben werden. Hierbei wird zwischen „vollständiger Schließung“ und „teilweiser Schließung“ unterschieden. Eine „teilweise Schließung“ liegt vor, wenn nur ein Teil des Betriebs aufgrund von behördlichen Anordnungen geöffnet werden durfte. Hier muss der Kunde zusätzlich zu den Schließzeiten angeben, wie groß die Gesamtfläche seines Betriebs ist und wie groß die geöffnete Fläche war. Bei einer teilweisen Schließung werden unabhängig von den benötigten Tarifmerkmalen die Quadratmeter abgefragt. Der Kunde hat die Möglichkeit über das „Bemerkungsfeld“ weiteren Informationen anzugeben.

Einige Musiknutzer haben sich in den vergangenen Tagen laut Dehoga darüber beschwert, dass sie eine Rechnung der Gema erhalten haben. Das sei aber unvermeidlich und technisch erforderlich, da diese Rechnungen in der Regel auch für einen Zeitraum gelten, in dem der Betrieb bereits wieder geöffnet hat. In diesen Fällen empfiehlt der Dehoga die Gema-Rechnungen zu zahlen und ab Mitte September umgehend ihre Schließungszeiten angeben, um dann entsprechende Gutschriften oder Rücküberweisungen zu erhalten. Dadurch lassen sich Mahnungen vermeiden.

 

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