Dehoga zieht Bilanz Umsatzplus vs. Kostendruck

Guido Zöllick (Bild: Dehoga)

Trotz konjunktureller Abkühlung präsentierte sich das Gastgewerbe in 2019 stabil. Dennoch schlägt der Dehoga in der aktuellen Jahresbilanz Alarm: Fachkräftemangel, Kostendruck und Bürokratielast würden den Betrieben stark zusetzen.

Anzeige

Wie das Statistische Bundesamt vor wenigen Tagen mitteilte, setzten Hotels und Restaurants 2019 nominal 3,0 Prozent mehr um als im Vorjahr. Bereinigt um steigende Preise bedeutete dies real ein leichtes Plus von 0,6 Prozent (Tophotel berichtete). „Das Gastgewerbe in Deutschland befindet sich auf solidem Wachstumskurs“, erklärt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), zum zehnten Umsatzplus in Folge.

Wichtigste Impulsgeber seien das gute Sommerwetter, die anhaltende Reiselust und die weiterhin starke Binnennachfrage gewesen. Zöllick: „Deutschland als Gastgeberland ist so beliebt wie nie. Maßgeblichen Anteil daran haben die Hoteliers und Gastronomen.“

Dehoga bleibt zuversichtlich, warnt jedoch vor steigenden Belastungen

Angesichts der ungebrochenen Reise- und Ausgehfreude bleibt der Dehoga trotz erster Wölkchen am Konjunkturhimmel auch für das laufende Jahr zuversichtlich. Zöllick rechnet mit einem nominalen Umsatzplus für die Gesamtbranche von 2,0 Prozent. Damit dürfte das Gastgewerbe seinen Nettoumsatz in 2020 auf rund 95 Milliarden Euro steigern. Zugleich verweist Zöllick auf die immensen Herausforderungen für die Branche. „Der Kostendruck wächst. Die Ertragslage der Betriebe ist und bleibt angespannt. Probleme bereiten vor allem die ausufernde Bürokratie, unfaire Wettbewerbsbedingungen und die Suche nach Mitarbeitern.“

Gute Zahlen seien kein Selbstläufer. Neben einem konsequenten Bürokratieabbau gehören daher eine Reform des lebensfremden Arbeitszeitgesetzes und sieben Prozent Mehrwertsteuer für Essen, egal wo und wie zubereitet und verzehrt, zu den wichtigsten Forderungen der Branche

 

Anzeige