Individuelle HoteluniformenDas sitzt!

Auf das Hotel abgestimmte Mitarbeiterkleidung ist zwar keine Seltenheit mehr, hinterlässt aber bei den Gästen einen guten Eindruck – sofern sie gelungen ist. Den Entstehungsprozess von der Idee bis hin zur fertigen Kollektion nahm Tophotel genauer unter die Lupe; einmal aus der Sicht des Designers, zum anderen aus der Sicht des Hoteliers.

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Die Ausstattung des Personals ist eine Weiterführung des Interieurs. – So sieht es Martina Pühl-Bennewitz, Geschäftsführerin bei All Corporate Products (acp, www.allcorporateproducts.de); neben der Mitarbeiterkleidung im Favorite Parkhotel Mainz, im Grandhotel Schloss Bensberg und im Mercure Hotel Leipzig zeichnet sie auch für die Uniformen im Louis Hotel München verantwortlich. Die Arbeit an diesem Projekt verlief ihrer Meinung nach optimal, da die Entwicklung der Innenausstattung und die der Uniformen Hand in Hand ging. Bereits ein Jahr vor Eröffnung des Hotels kam es zu einem ersten Kontakt zwischen ihr und Andre Garcia, dem Direktor des Louis. »Die Bekleidung war somit von Beginn an Thema und Teil der Gesamtkonzeption.« So viel Vorlaufzeit sei ideal, erklärt Martina Pühl-Bennewitz, normal und ausreichend sei etwa ein halbes Jahr. »Zu diesem Zeitpunkt hat der Architekt schon die Grundlagen definiert: Es steht fest, welche Farben und Materialien geplant sind, ob festes Personal eingesetzt wird oder nicht.« Im Fall des Louis war es für die Designerin wichtig zu wissen, dass Naturtöne, viel Holz und Stein Verwendung finden. Als ihr diese Informationen vorlagen – zusammen mit einigen Vorstellungen des Auftraggebers – sammelte sie Ideen und vereinbarte anschließend ein Treffen im Showroom. »Wenn die Kunden unsere Muster sehen, bekommen sie oft neue Ideen«, erzählt sie von ihren Erfahrungen. Ihre Aufgabe sei es dann, die Erwartungen an die Optik mit der Funktionalität zu vereinbaren. Gleichzeitig dürfe der Mitarbeiter nicht verhüllt werden, vielmehr sollte er und seine Persönlichkeit hervorgehoben werden.

Als all das mit Garcia geklärt war, unterbreitete Martina Pühl-Bennewitz ihre Vorschläge zu Stoffen und Preisen und entwickelte konkrete Vorschläge. »An diesem Punkt ist die Beratung besonders wichtig. Ich kann aufgrund meiner Erfahrung genau sagen, wann ein teureres Material angebracht ist und wann nicht.« Im Zweifel würde sie den besseren Stoff empfehlen: »Die Überlegung, bei der Qualität zu sparen, zahlt sich nicht aus. Nicht nur, dass die Lebensdauer der Kleidung geringer ist – immerhin wird sie fast täglich beansprucht – auch fühlen sich die Mitarbeiter in minderer Bekleidung unwohl. Es juckt, zwickt oder fördert auch noch Schweiß- und Geruchsbildung. Das hat bedeutende Auswirkungen auf die Arbeitsmotivation und einen selbstbewussten Auftritt vor den Gästen.«

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