Corona-KriseFair Job Hotels starten mutige Online-Petition zum Erhalt der Branche

"Ruhe in Frieden?": Der am Wochenende veröffentlichte Aufruf zur Online-Petition der Fair Job Hotels mutet an wie ein Nachruf. (Bild: Fair Job Hotels )

Die Fair Job Hotels haben am Wochenende eine Online-Petition gestartet, um die Hospitality-Branche “vor dem Aussterben zu retten”. Diese mutet an, wie ein Nachruf und soll so die Politik wachrütteln.

Anzeige

“Der am Wochenende veröffentlichte Aufruf zur Online-Petition des 2016 gegründeten Vereins
Fair Job Hotels mutet an wie ein Nachruf. Ein Nachruf auf eine der schönsten und gesellschaftlich wichtigsten Branchen des Landes, deren Existenz durch die dauerhafte
Schließung gefährdet ist”, heißt es in der Pressemitteilung von Fair Job Hotels. Mit Hotellerie, Gastronomie, Caterern, Bars, Clubs und Veranstaltungsorten sei ein elementarer Bestandteil der gesellschaftlichen Kultur vom Aussterben bedroht, der Verlust hunderttausender Arbeitsplätze und Existenzen stehe auf dem Spiel.

Online-Petition: Hier geht’s zum Link

Die Online-Petition soll dafür sorgen, die Politik davon zu überzeugen, dringend notwendige Rettungsmaßnahmen so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen – die bisher getroffenen Maßnahmen von Bund und Ländern reichten bei Weitem nicht aus, so die Verantwortlichen. Die Fair Job Hotels fordern einen umfangreichen Rettungsfonds mit Finanzhilfen für jede Betriebsart sowie die sofortige und dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke auf sieben Prozent.

„Im Mittelpunkt unserer Initiative stehen die vielen Mitarbeiter unserer Branche, die nun
Gefahr laufen, ihre Arbeitsplätze zu verlieren, da vielen gastronomischen Betrieben und
Hotels das wirtschaftliche Aus droht. Um genau dies zu verhindern, benötigen wir die
Unterstützung unserer Kollegen, unserer Zulieferer, unserer Mitarbeiter und natürlich unserer
geschätzten Gäste. Nur so können wir die Politik zum Handeln bewegen und in absehbarer
Zukunft wieder begeisterte Gastgeber sein“, erklärt der Vorsitzende des Fair Job Hotels,
Alexander Aisenbrey. Er hofft, viele Unterstützer für die Petition zu finden.

“Wir müssen dringend aufhören, uns mit Durchhalteparolen ruhigstellen zu lassen.”

Einer von ihnen ist Tom Cudok, Vorstandsmitglied der Fair Job Hotels und Direktor im Esplanade Resort & Spa Bad Saarow. Er betont die Funktion von Hotels “als wichtigen strategischen Ort des Netzwerkens, an dem wirtschaftliche, menschliche und politische Entscheidungen für die Zukunft des gesellschaftlichen Lebens getroffen werden.” Diese Orte gelte es jetzt zu schützen und nicht nur nach dem Prinzip Hoffnung zu leben. Er appelliert an seine Kollegen: “Wir müssen dringend aufhören, uns mit Durchhalteparolen ruhigstellen zu lassen und nur auf Signale der Politik zu warten. Wir werden diese selber senden und alles in unserer Macht Stehende tun, um den Fortbestand unserer Branche für die Mitarbeiter und natürlich auch für unsere Gäste zu sichern.” Die Online-Petition von Fair Job Hotels sei ein wichtiger Anfang.

Anzeige