BWH Hotel Group Central EuropeSo gehen die Hoteliers gemeinsam durch die Krise

„Zusammenstehen und gemeinsam mit unseren Hotels die Krise meistern“, so lautet das Motto von Carmen Dücker und Marcus Smola, Geschäftsführer der BWH Hotel Group Central Europe. (Bild: BWH Hotel Group Central Europe)

Die Verantwortlichen der BWH Hotel Group Central Europe setzen in der Krise auf Gemeinschaft sowie gegenseitige Unterstützung. Auch ein umfangreiches Maßnahmenpaket wurde ausgearbeitet. Dennoch mussten bereits mehr als 100 Hotels temporär schließen, fast alle meldeten Kurzarbeit an.

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„Nur gemeinsam sind wir stark – gerade in diesen Zeiten zeigt sich, welche Vorteile es hat, in einem Verbund die Krise zusammen zu meistern”, erklären Carmen Dücker und Marcus Smola, Geschäftsführer der BWH Hotel Group Central Europe, die für rund 300 Hotels in den zehn Ländern Deutschland, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Slowakei, Slowenien, Schweiz, Tschechien und Ungarn verantwortlich ist. In den vergangenen Tagen habe sich bewiesen: “Wir stehen in dieser Krise eng zusammen, wir helfen uns gegenseitig, denken an andere und sind gemeinsam stärker. Hoteliers tauschen sich untereinander aus, teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen und geben sich gegenseitig Ratschläge bei erforderlichen Maßnahmen im Umgang mit der Krise – und können auf die volle Unterstützung unseres Teams in Eschborn und der globalen Kollegen zählen“, so die Verantwortlichen.

100 Hotels geschlossen, fast alle melden Kurzarbeit an.

Bereits rund 100 Hoteliers der BWH Hotel Group Central Europe seien gezwungen gewesen, ihr Haus vorrübergehend zu schließen. Fast alle anderen hätten Kurzarbeit angemeldet, erklärt Smola, der unlängst auf Facebook eine “Ode an die Hotellerie” veröffentlichte – ein Lied, mit welchem er auch um mehr Unterstützung seitens der Politik bat. Für März und April, so Smola weiter, habe es bereits eine massive Stornierungswelle und kaum Neubuchungen gegeben. „Da ein Ende der Krise noch nicht in Sicht ist, lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt die wirtschaftlichen Einbußen und der Gesamtschaden für unsere Hotels noch nicht in Gänze abschätzen oder beziffern“, so Smola.

Support aus der Zentrale nötig

Um die Häuser bestmöglich zu unterstützen, habe man in der Eschborner Zentrale ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt. „In der Zentrale unterstützen wir als Dienstleister unsere Hotelpartner. Wir beraten in operativen Dingen, helfen mit Kommunikationsmaßnahmen und bei Vertriebsthemen und teilen wichtige Informationen miteinandern. Alle derzeit verzichtbaren Marketingmaßnahmen wurden verschoben, Kürzungen der Beiträge der Hotels wurden vorgenommen und Kurzarbeit in der Zentrale beantragt. Zudem unterstützt die globale Organisation mit diversen Maßnahmen, um Umsatzeinbrüche unserer Hotels abzumildern“, erklären die beiden Europa-Geschäftsführer.

Forderung nach schneller staatlicher Hilfe

Die BWH Hotel Group Central Europe bekräftigt zudem die Forderungen der Branchenverbände, dass nun konkrete staatliche Hilfsmaßnahmen für Hotels schnell und unbürokratisch erfolgen müssen, wenn es nach der Krise weiterhin eine vielfältige Hotellandschaft geben soll. „Es braucht insbesondere für die mittelständisch geprägte Hotellerie effektive Liquiditätshilfen mit einer 100-prozentigen Haftungsfreistellung und mit einer langjährigen Tilgung, die Möglichkeit von Steuerstundungen und Steuerentlastungen sowie ein umfangreiches effektives Hilfsprogramm in Form von direkten Finanzhilfen“, fordern Dücker und Smola. „Wir sind eine Gruppe mittelständischer Hotels – es gilt für diese Unternehmer den Betrieb über die Krisenzeiten hinaus retten zu können und so Existenzgrundlagen und Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern. Dies kann nur mit einem staatlichen Nothilfeprogramm für die ganze Branche realisiert werden. Wenn ein Staat durch – gesundheitspolitisch nachvollziehbare – Reiseverbote die Geschäftsgrundlage für Hotelbetriebe entzieht, braucht es entsprechende Ausgleichszahlungen und Soforthilfe, denn alle laufenden Kosten wie Mieten und Pachten sowie Lohnkosten belasten die Hotels weiter, obwohl es keine Umsätze mehr in den Häusern gibt. Es gilt, das Sterben einer ganzen Branche zu verhindern“, so die beiden Geschäftsführer.

 

 

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