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Start Management Budgethotellerie: Hostel-Boom in Wien, Prag und Budapest

Budgethotellerie Hostel-Boom in Wien, Prag und Budapest

Einen Überblick über das Geschäftsmodell „Hostel“ gibt ein aktueller Bericht des Hotelimmobilienexperten Christie & Co. Erklärt wird, weshalb Wien, Prag und Budapest in Bezug auf Nachfrage und Angebot hervorstechen. Alle drei Destinationen eint nicht nur das kräftige Wachstum und die stabile Performance.

Wien

Unter den drei untersuchten Städten hat Wien die größte Markendurchdringung. Fast die Hälfte aller Herbergen gehört einer Hostelkette an, wobei die meisten unter der Marke Meininger, gefolgt von A&O und Wombat’s, operieren. Darüber hinaus sind 2 Neueröffnungen in Wien für 2020 geplant: Mit der Einführung von Superbude und dem Student Hotel erhöht sich die Bettenanzahl im Hostelsegment um 50%.

Prag

Das Bettenangebot in Prag hat sich im Analysezeitraum deutlich entwickelt. Im Jahr 2018 zählte Prag 46 Hostels, wobei die Zahl der Betten schneller stieg als die Zahl der Jugendherbergen selbst. Damit hat sich die durchschnittliche Anzahl der Betten pro Hostel fast verdoppelt, was einen Trend zu größeren Hostels darstellt. Obwohl die Nachfrage nach Hostels in Prag die niedrigste unter den analysierten Märkten ist, konnte Prag im Analysezeitraum das stärkste Wachstum verzeichnen. Die Zahl der Übernachtungen hat sich von 180.000 auf 614.000 Übernachtungen deutlich erhöht. Die Ankünfte sind ebenfalls von 73.000 auf 274.000 gestiegen, was einem Anstieg von etwa 375% entspricht und eine jährliche Wachstumsrate von über 30% darstellt. Darüber hinaus verfügt Prag über das größte Portfolio internationaler Marken auf dem Markt sowie über einen beeindruckenden Anteil an lokalen Marken.

Budapest

Budapest steht in Bezug auf das Angebot an Hostels an erster Stelle, die Zahl der Hostels stieg im Jahr 2018 von 43 auf 77. Der Bericht hebt jedoch hervor, dass die durchschnittliche Anzahl der Betten pro Hostel gesunken ist, was auf eine Verschiebung hin zu kleineren Herbergen in dieser Stadt deutet. Der Markt hat in seinem Hostelsektor enorme Fortschritte gemacht und berichtet von einem Aufwärtstrend bei den Übernachtungen und einer verbesserten Performance der Hostels, unterstützt durch eine steigende Nachfrage. Im Jahr 2018 betrug die Zahl der Ankünfte etwa 286.000 und die Zahl der Übernachtungen stieg innerhalb des angegebenen Zeitraums deutlich auf 683.000. Die Markendurchdringung auf dem Budapester Hostelmarkt ist äußerst gering: nur 4,5% aller Betten gehören internationalen Hostelketten an. Das macht die ungarische Hauptstadt allerdings gleichzeitig für andere internationale Hostelbetreiber attraktiv, die neue Märkte erschließen möchten. In Budapest gibt es dementsprechend die größte Anzahl an markenungebundenen Hostels, die etwa 80% der Betten ausmachen, die übrigen knapp 16% entfallen auf lokale, ungarische Marken.

Fazit

Yannick Herzberg, Consultant Investment & Letting Austria & CEE bei Christie & Co, fasst zusammen: „Wir haben über den fünfjjährigen Analysezeitraum und in allen analysierten Märkten eine starke Performance und ein hohes Entwicklungspotential gesehen. Insgesamt entwickelt sich das Konzept „Hostel“ weiter und wir gehen davon aus, dass der Markt auch in Zukunft wachsen und erfolgreich sein wird. Bestehende Hostels sollten an ihrer Strategie arbeiten und diese gegebenenfalls umgestalten, um sich an die veränderten Bedürfnisse der heutigen Reisenden anzupassen.“

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