BuchungHyatt und Expedia legen Streit vorerst bei

Hyatt wird nun wohl doch weiterhin auf die Online-Buchungsplattformen der Expedia Inc. setzen, das berichtet htr.ch. Die US-amerikanische Hotelkette hatte zuvor mit einem Ausstieg ihrer Hotels bei Expedia und deren Partnern gedroht, nachdem neue Vertragsverhandlungen ins Stocken geraten waren.

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Die Vertragsvereinbarungen zwischen Hyatt und Expedia Inc., mit den Plattformen Expedia.com, Hotels.com, Travelocity, Orbitz, Hotwire und Hotwire Opaque, Wotif sowie dem Expedia Affiliate Network sind am 31. Juli 2017 ausgelaufen. Wie US-amerikanische Medien im Juni berichteten, kämpfte Hyatt bei einer Vertragsverlängerung mit Expedia um angemessenere und wettbewerbsfähigere Kommissionen sowie verbesserte Flexibilität auf den Portalen. Die Verhandlungen schienen ins Stocken geraten zu sein, worauf die Hotelkette seine Mitglieder über die Absicht informierte, die »Corporate Lodging«-Vereinbarung mit Expedia zu beenden, falls die Verhandlungen bis 31. Juli scheitern. Die Hotels wären dann auf Expedia-Portalen nicht mehr erschienen. 

Offenbar konnten sich die beiden Unternehmen nun aber einigen, wie die Newsportale Travel Weekly und Skift schreiben. »Wir haben produktive Diskussionen mit Expedia geführt und konnten grundsätzliche Bedingungen zu Vertriebskosten und Flexibilität vereinbaren«, ließ sich ein Hyatt-Sprecher am 31. Juli zitieren. »Wir erwarten, dass Hyatt Hotels ohne Unterbruch weiterhin auf Expedia-Plattformen vertrieben werden«.

Der Hotelkonzern lässt zudem verlauten, dass man künftig vermehrt auf Direktbuchung setzen will, um mit den Gästen eine starke Beziehung aufbauen zu können. Ebenso werde mit Drittanbietern verhandelt, damit auch solche Kunden erreicht werden, die nicht oft reisen. Hyatt bestätigte auch, dass mit Booking.com neue Initiativen vereinbart wurden. Branchenkenner vermuten, dass die Hotelkette trotz des Verhandlungserfolgs den Druck auf Expedia aufrecht erhalten will. Denn bisher wurden nur die Vertriebsvereinbarungen verhandelt. Die Verträge sind noch nicht unterschrieben.

Quelle: htr.ch

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