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Best WesternServiceroboter sollen Mitarbeiter entlasten

Mehr Zeit für den persönlichen Austausch dank technischer Unterstützung: Das Best Western Plus Kurhotel an der Obermaintherme in Bad Staffelstein setzt auf Roboter, um seine Mitarbeiter zu entlasten.

Futuristischer Hingucker und digitaler Helfer in einem: Im Best Western Plus Kurhotel an der Obermaintherme in Bad Staffelstein sind von nun an vier Serviceroboter im Einsatz. Damit wirkt Hotelchef Andreas Poth dem Mitarbeitermangel in der Gastronomie entgegen und entlastet mit der innovativen Unterstützung sein Servicepersonal.

In der Küche stellt Küchenchef Fabian Wallner die fertigen Essen auf die Tabletts der Roboter und gibt eine von acht Servicestationen in den beiden hoteleigenen Restaurants als Ziel ein. Die drei Roboter-Helfer bringen die Speisen dann direkt dort hin, sodass das Servicepersonal die fertigen Teller nur noch entgegennehmen und servieren muss. Das Abräumen übernimmt ein vierter Abräumroboter, den die Mitarbeiter „Charlie“ getauft haben – in Anlehnung an die Serie und Filmreihe „Drei Engel für Charlie“. Die drei Serviceroboter sind entsprechend die „Drei Engel“ im Kurhotel.

Roboter entlasten Mitarbeiter

Der Einsatz der Roboter spart pro Abend etliche Kilometer Laufstrecke und Zeit, so das Hotel. Aufgrund des langen Lockdowns sucht der Hotelchef dringend nach Mitarbeitern. Gleichzeitig ist die Nachfrage der Gäste gestiegen und an vielen Tagen geht die Auslastung in den Restaurants gegen 100 Prozent. Dabei wurden die Plätze bereits reduziert, da das volle Aufkommen gar nicht zu bewältigen wäre. Hier kommen die Roboter ins Spiel.

„Coronabedingt haben wir aufgrund der hohen Nachfrage zwei Tischzeiten und wenn manchmal 60 Gäste vor dem Restauranteingang stehen, um eingelassen zu werden, bedarf Zeit und Manpower. Mit unseren drei digitalen Engeln geht es viel schneller: Unsere Oberkellnerin begrüßt jeden persönlich, gibt dann die Tischnummer in den Roboter ein und dieser bringt die Gäste zu ihrem Tisch, wo schon der Kellner wartet und sie in Empfang nimmt. Dieser kann dann gleich Getränke aufnehmen und für die Gäste da sein. Auch im Verlauf des Abends sind die Roboter eine klasse Unterstützung, denn das Personal hat dadurch mehr Zeit, um am Gast zu bleiben, um Getränke, Aperitifs, Digestivwagen oder Käsewagen anbieten zu können“, berichtet Poth.

Digitale Hilfe mit sanfter Stimme

Die Serviceroboter, die in China gefertigt und in München vertrieben werden, sind noch neu in Deutschlands Gastronomie-Landschaft. Dabei erleichtern sie die Tätigkeiten des Personals merklich: „Unser Abräum-Roboter schafft insgesamt 60 Kilogramm leeres Geschirr auf einer Tour in die Küche. Allein beim Frühstück haben wir, so schätze ich, ein Aufkommen von rund 1.200 Kilogramm. Damit entfallen nicht nur die Laufwege, sondern unsere Mitarbeiterinnen beim Frühstück müssen auch nicht mehr so schwer tragen, was sonst schon einmal auf die Gelenke ging“, sagt Poth. Somit, so ist der Hotelchef überzeugt, macht die digitale Unterstützung das Berufsbild des Servicemitarbeiters wieder attraktiver. Denn mit Unterstützung der Roboter haben alle mehr Zeit, sich um die Gäste zu kümmern und aufmerksame Gastgeber zu sein.

Bevor die digitalen Helfer in Betrieb gingen, hatte das Team im Kurhotel Bereiche aufgeteilt und Laufrouten definiert. Diese wurden über den Dienstleister, die Firma Digpanda aus München, dann auf Karten abgebildet, anhand derer sich die Roboter orientieren. Zusätzlich sind überall im Kurhotel rund 150 kleine Chips in die Wände eingelassen. Mit speziellen Smartwatches, die die Mitarbeiter tragen, können sie die Roboter über die Chips zu den jeweiligen Stationen holen, zum Beispiel in den Tagungsbereich oder auch an die Bar, wo „Charlie“ dann das Leergut abräumt. Die batteriebetriebene Laufzeit reicht bis zu 24 Stunden, ehe es zum Laden an die Steckdose geht.

Drei Engel mit Selfie-Faktor

Mit Katzengesicht und sanfter Stimme sind die Roboter ein aufmerksamkeitsstarker Hingucker für viele Gäste, die Selfies mit ihnen machen oder sie beim „Laufen“ mit dem Handy filmen, teilt das Hotel mit. Gäste aller Altersgruppen stehen der Technik aufgeschlossen gegenüber. Die Reaktionen seien positiv und die Menschen gespannt auf die Neuerung im Kurhotel. Diese Offenheit freut Hotelchef Andreas Poth und sein Team besonders. „Einige Gäste nehmen sogar Wartezeiten in Kauf, weil sie unbedingt von einem Engel an den Tisch gebracht werden möchten. In dieser Zeit kann ich mich nach ihrem Aufenthalt erkundigen oder noch mal einen Ausflugstipp für den Tag geben“, erzählt Nathalie Bauer, Direktionsassistentin mit Schwerpunkt HR und F&B.

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