BDVT Bessere Entscheidung

Die Hotelbranche fordert eine hohe Qualität bei Investitionsentscheidungen. Hierbei ist ein Phänomen in den Blick der Forschung geraten: »Kognitive Verzerrung«. Der Begriff steht für systematische fehlerhafte Neigungen beim Wahrnehmen, Erinnern, Denken und Urteilen. Führungskräfte brauchen Instrumente, die gegensteuern.

Anzeige

Das Phänomen gefährdet die Qualität von Entscheidungen und verkompliziert die Erfolgskontrolle. Menschen neigen dazu, neue Informationen unter Berücksichtigung bisheriger Erfahrungen subjektiv zu bewerten. Um sich in den Entscheidungen organisieren zu können, benutzt der Mensch Stereotypisierungen, wenn er Informationen aufnimmt, auswertet, speichert und abruft. So wird es nie gelingen, kognitive Verzerrungen vollständig auszuschalten.  

Das Gegenprogramm – Debiasing

Debiasing motiviert Entscheider zur Anwendung normativer Entscheidungsprozesse und verringert den intuitiven Anteil. Eine bekannte und oft genutzte Strategie ist die Nutzwertanalyse. Während die Kosten-Nutzen-Analyse verschiedene Kriterien nur unter Effizienzgesichtspunkten betrachtet, bewertet die Nutzwertanalyse die Effektivität. Sie findet Anwendung im Projektmanagement und in der Methode Er:Kon zur Erfolgskontrolle in Prozessen. In der Nutzwertanalyse wird ein Gesamtziel (etwa die Vergrößerung eines Wellness-Bereichs) in einzelne Zielbereiche differenziert. Anschließend werden diese Zielbereiche in möglichst viele Prozessschritte aufgeschlüsselt. Diese werden in einer Moderation auf ihre Wichtigkeit/Bedeutung und auf den Status (inwieweit ist der Prozessschritt bereits realisiert?) analysiert und dementsprechend auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet. Im letzten Schritt werden die verschiedenen Alternativen miteinander verglichen. Dieser Vergleich basiert auf Zahlen- und Datenmaterial und hilft bei der Beantwortung der Frage, welche Alternative die besten Zielwerte bietet. Es empfiehlt sich, diesen wichtigen Prozess durch einen Trainer oder Moderator begleiten zu lassen.

 

 

Anzeige