Bayern Söder kündigt deutliche Lockerungen für das Gastgewerbe an

Symbolbild (Bild: Pixabay)

Die bayerische Staatsregierung wird zahlreiche Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Coronapandemie initiiert wurden, zeitnah aufheben. Dazu gehören Lockerungen bei den Kontaktbeschränkung und – mit enormer Bedeutung für die Branche – in der Gastronomie sowie bei Veranstaltungen. So dürfen u.a. Wellnessbereiche wieder öffnen.

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Die Regelungen zur allgemeinen Kontaktbeschränkung werden ab dem 17. Juni 2020 erweitert. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist künftig in der Familie sowie mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands oder in einer Gruppe von bis zu zehn Personen gestattet. Bisher durfte man sich im öffentlichen Raum nur mit den Personen des eigenen Haushalts, Familienangehörigen oder Personen eines weiteren Haushalts treffen.Die Regelungen für Gastronomie und Hotellerie werden entsprechend erweitert.

Darüber hinaus wurden folgende Lockerungen beschlossen:

– Die bisher zulässige Öffnungszeit in der Gastronomie wird verlängert. Ab 22. Juni 2020 müssen die Wirte erst um 23 Uhr zusperren.

– Sofern die Mitarbeiter in Kassen- und Thekenbereichen von Ladengeschäften oder an Rezeptionen durch transparente Schutzwände aus Acrylglas o.ä. zuverlässig geschützt werden, entfällt für sie die Pflicht zum dauerhaften Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

– Veranstaltungen, insbesondere Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage etc., sind ab 22. Juni 2020 mit bis zu 50 Gästen innen und bis zu 100 Gästen im Freien möglich.

-Für den Betrieb von Reisebusunternehmen sollen künftig dieselben Regelungen gelten, wie sie auch für den Öffentlichen Personennah- und -fernverkehr gelten.

Öffnung von Wellnessbereichen in Bayern

Ab 22. Juni 2020 können Hallenbäder sowie Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbädern einschließlich der Wellness- und Saunaangebote wieder geöffnet werden. Das Wirtschaftsministerium wird zusammen mit dem Gesundheitsministerium entsprechende Hygienekonzepte ausarbeiten und veröffentlichen.

Die Staatsregierung reagiert damit auch auf einen Gerichtsentscheid aus Regensburg vom vergangenen Freitag. Dort hatte das Verwaltungsgericht festgestellt, dass die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dem Betrieb des Innenschwimmbeckens, einer Sauna im Innenbereich sowie einer Sauna im Außenbereich eines Hotels nicht entgegensteht.

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