Hotelmarkt MünchenBayerischer Hof schafft neue Superlative

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Zwölf Millionen Euro hat Inhaberin Innegrit Volkhardt in den jüngsten Umbau ihres Bayerischen Hofs in München investiert. Dabei wurde ein Gebäudeteil gänzlich abgerissen und anschließend wieder neu aufgebaut – in vergrößerter Form. In diesem Zuge entstand auch die aktuell größte Penthouse Suite der Stadt.

Bei laufendem Betrieb wurden der bestehende Süd- und Nordflügel abgerissen und neu gebaut. Die ehemaligen Stockwerke vier bis sieben mit insgesamt 23 teilweise schlauchartigen Zimmern unterschiedlicher Stilrichtungen wurden, startend im April 2016, mittels Kran abgetragen. »Unser Theater, die Komödie, befindet sich direkt unter den neuen Stockwerken. Dass dort der Betrieb weiterlief, war natürlich eine Herausforderung«, sagt Innegrit Volkhardt, die das Hotel seit 1992 in vierter Generation führt. Und die hatten vor allem der Münchner Innenarchitekt Gregor Baur sowie die Firma Köhler Architekten zu meistern, unter deren Regie die fünf teilweise breiteren Stockwerke, gebaut wurden. Heute befinden sich darin 23 neu gestaltete Deluxe Doppelzimmer (ab 495 Euro pro Nacht) mit einer Größe von mehr als 45 Quadratmetern und fünf Deluxe Junior Suiten mit getrennten Wohn- und Schlafbereichen.

Das Satteldach wurde durch ein zusätzliches achtes Stockwerk ersetzt, über das sich nun die Suite mit ihren rund 400 Quadratmetern erstreckt. Ein Highlight ist die weitläufige Dachterrasse, welche die Suite an drei Seiten umschließt. Neben dem großzügigen Wohn- und Essbereich samt voll ausgestatteter Küche, verfügt die neue »Penthouse Garden Suite« über zwei Schlafzimmer, je mit direktem Zugang zum eigenen Gästebad, einen eigenen Spa-Bereich mit Sauna, Dampfbad und Massagebereich sowie einen Hot Tub auf der Terrasse, der auf Wunsch auch als kaltes Tauchbecken dienen kann. Optional können die Gäste auch das gesamte siebte Geschoss mitbuchen. Dann umfasst der gesamte Trakt 575 Quadratmeter. Kostenpunkt nur für die Suite: 15.000 Euro. Zur Sicherheitskonferenz, die in zwei Wochen in München stattfindet, haben sich bereits Gäste angekündigt. Nicht zuletzt deshalb sagt Innegrit Volkhardt: »Der Markt ist da.«

Besonders stolz ist sie auf das Interior Design, für das der bekannte Inneneinrichter, Kunstsammler und Antiquitätenhändler Axel Vervoordt verantwortlich zeichnet. Er hatte in den vergangenen Jahren bereits den Restaurant Garden und das Sterne-Restaurant Atelier sowie den Kinobereich »Cinema Lounge« und die Palaishalle gestaltet. Suite und Hotelzimmer zeichnen sich vor allem durch zurückhaltendes Mobiliar und erdige Töne aus, wodurch die Räume Ruhe und Frieden ausstrahlen sollen. »Mein Stil ist simpel und natürlich, aber keineswegs oberflächlich«, so Vervoordt. Die Schönheit sieht der Designer auch in der Unvollkommenheit der Dinge. Deshalb ist er sich unter anderem bei dem Holzboden, der aus ganzen Eichenstämmen gefertigt wurde, sicher: »Das Material wird im Alter noch schöner. Denn es beinhaltet dann für immer festgehaltene Geschichte und Geschichten.« Damit die Gäste das auch verstehen, ist jedes Zimmer mit einem Hinweis auf die Vervoordtsche Philosophie ausgestattet.

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