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StartCoronakriseBundesländer stellen Konzept vor: In diesen drei Phasen soll die Wiedereröffnung gelingen

Bundesländer stellen Konzept vor: In diesen drei Phasen soll die Wiedereröffnung gelingen

Ein Konzept für die Wiedereröffnung, entwickelt von Ministerien in Baden-Württemberg, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen, soll den Unternehmen aus Hotellerie, Tourismuswirtschaft sowie Gastronomie eine Perspektive geben. Die Maßnahmen, wie die Auflagen für diesen Sektor schrittweise zurückgenommen werden sollen, werden die Länder in die Wirtschaftsministerkonferenz einbringen.

In das Konzept der drei Bundesländer sind Anregungen aus dem Kreis der Wirtschaftsministerkonferenz sowie der Industrie- und Handelskammern, der Branchenverbände und der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten eingeflossen, heißt es auf der Website des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums. Nachdem zunächst touristische Outdoor-Angeboten wie Zoos wieder öffnen sollen, folgen in der zweiten Phase Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels. Später soll dann der Übernachtungstourismus ohne Restriktionen wieder möglich sein. „Dazu sind jetzt schnell verlässliche Regelungen zur Wiedereröffnung erforderlich“, wird der Wirtschaftsminister Nordrhein-Westfalens Prof. Dr. Andreas Pinkwart zitiert.

Konkrete Daten für die Wiedereröffnung stehen noch aus

Er und die Wirtschaftsministerin Baden-Württembergs Nicole Hoffmeister-Kraut, der baden-württembergische Tourismusminister Guido Wolf und der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann erklären außerdem dazu: „Bei den Szenarien für die schrittweise Rücknahme der Beschränkungen haben wir es uns nicht leichtgemacht. Denn natürlich ist bei allen Maßnahmen zu beachten, dass der Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger Vorrang hat. Deshalb sieht das Konzept die Einhaltung strikter Abstandsregelungen, Hygienevorgaben und Registrierungspflichten vor. Voraussetzung ist auch immer, dass die epidemiologische Lage sich weiter stabilisiert.“


Auch Mecklenburg-Vorpommern hat ein Strategiepapier für die Wiedereröffnung verfasst.


Zu welchem Datum die einzelnen Phasen beginnen, werden die Länder in Abstimmung mit dem Bund in Eigenverantwortung bestimmen, ist auf der Website des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums zu lesen.

„Wiedereröffnungen und Lockerungen dürfen nur auf Grundlage von konsequenten und allgemeingültigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen erfolgen.“
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Verlässliche Zukunftsperspektiven

„Gerade, weil wir noch lange mit dem Coronavirus leben werden müssen, braucht unsere Hotellerie und Gastronomie schnellstmöglich eine verlässliche Perspektive“, betont Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Nur so sei es möglich, eine nie da gewesene Insolvenzwelle zu vermeiden, die nicht nur die Wirtschaftsstruktur des Landes, sondern auch die Lebensqualität und Anziehungskraft in die Regionen massiv beeinflussen würde. Sie stellt aber auch klar: „Wiedereröffnungen und Lockerungen dürfen nur auf Grundlage von konsequenten und allgemeingültigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen erfolgen. Das schafft Akzeptanz und Vertrauen bei den Kunden und ist Voraussetzung dafür, für unser Gastgewerbe eine verlässliche Zukunftsperspektive zu schaffen. Mit den von uns erarbeiteten fundierten Konzepten tragen wir beiden Anliegen gleichermaßen Rechnung.“

Ähnlich äußert sich Tourismusminister Guido Wolf: „Uns war es wichtig, gemeinsam und länderübergreifend für diese Branche ein realistisches Konzept zu entwickeln…In einigen Bereichen von Tourismus, Gastronomie und Hotellerie sind absehbar Lockerungen möglich, ohne dass dadurch der Infektionsschutz vernachlässigt würde.“ Tourismusminister in Niedersachsen Dr. Bernd Althusmann sieht mit Blick auf das Infektionsgeschehen, dass der richtige Zeitpunkt für solche Maßnahmen gekommen ist. Da hiermit aber Risiken der Verbreitung verbunden sind, ist hier ein maßvolles Tempo und die strikte Einhaltung von Hygiene und Abstandsvorgaben Voraussetzung.

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Der Tourismus ist die Branche, die von der Corona-Krise am härtesten betroffen ist. Deshalb wollen wir den Unternehmen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine konkrete wirtschaftliche Perspektive geben und gleichzeitig einen Vorlauf zur Öffnung der Betriebe ermöglichen. Dazu sind jetzt schnell verlässliche Regelungen zur Wiedereröffnung erforderlich. Dabei gilt es eine kluge Balance zu halten zwischen dem Schutz der Gesundheit und einer jeweils neu zu bewertenden und begründenden Einschränkung der wirtschaftlichen Betätigung für die Betriebe und deren Mitarbeiter und Kunden, damit auch der Tourismussektor an der Aufwärtsentwicklung nach der Krise teilhaben kann.“


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