Die Hotelgesellschaft plant auf dem Hochbunker ein 136-Zimmer-Nhow mit spektakulärem Dachgarten und bepflanzten „Bergpfad“. Überzeugt hat NH die Eigentümer mit einem inklusiven und kreativen Konzept.

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Der Vertrag für das Hotel zwischen der NH Hotel Group, dem Vermieter EHP Erste Hamburger Projektmanagement GmbH sowie dem Bauherrn, der Matzen Immobilien GmbH & Co. KG, ist jetzt unterzeichnet worden. Das neue Nhow Hamburg wird 136 Zimmer umfassen, zudem eine Bar, einen Coffeeshop und ein Restaurant. Die Eröffnung ist geplant für Mitte 2021.

Dachgarten und Bergpfad

Derzeit wird der beeindruckende Hochbunker im Herzen der Hansestadt um fünf pyramidenartige Geschosse erweitert. Visuelles Highlight des landschaftsarchitektonischen Pionierprojekts ist der spektakuläre Dachgarten mit einem Panoramablick über Hamburg, in Sichtachse zur Elbphilharmonie und mit einem bepflanzten „Bergpfad“, der sich außen um den Bunker entlang nach oben schlängelt. Zusätzlich zu dieser neuen öffentlichen Naturoase erhält der Bunker zum ersten Mal eine Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes und des Zweiten Weltkrieges. Zudem entstehen Räume für Stadtteilkultur, Ausstellungsflächen sowie eine Halle für Sport- und Kulturveranstaltungen.

„Uns ist die Geschichte des Bunkers und seine Bedeutung für die Stadt Hamburg bewusst“, betont Maarten Markus, Managing Director Northern Europe der NH Hotel Group. „Unsere Design- und Lifestylemarke hat einen offenen Ansatz, so dass das Nhow Hamburg sich ausdrücklich gut in die Nachbarschaft und Kreativszene integrieren möchte.”

Über den Bunker St. Pauli: 1942 in nur 300 Tagen gebaut, auch mit dem Einsatz von Zwangsarbeitern, sollte der Bunker an der Feldstraße als einer von zwei sogenannten Flaktürmen zunächst vor allem der Flugabwehr dienen. Zudem war er Propagandamittel des NS-Regimes. Während des Zweiten Weltkrieges fanden Zehntausende Hamburger Schutz vor alliierten Luftangriffen. Mittlerweile ist der Bunker St. Pauli seit langem Sitz von Unternehmen aus Medien, Kultur und Kreativwirtschaft. Sie werden hier auch nach der Aufstockung unverändert ihre Heimat haben.

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