Food-KonzepteAus REWE-Foodservice wird Transgourmet

Seit Anfang Januar 2014 heißt REWE-Foodservice offiziell Transgourmet. Im Interview mit Top hotel erklärt Geschäftsführer Frank Seipelt die Gründe und was sich für die Kunden ändert.

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Tophotel: Was bedeutet die Umfirmierung für Ihre Hotelkunden?
Frank Seipelt: Ein neuer Name hat erst einmal nichts mit einer neuen Leistung zu tun. Die Hotelkunden kaufen bei uns wegen der bisherigen Leistung, die sie wertschätzen. Wir haben den Namen REWE abgelegt, weil er ein Teil der Vergangenheit ist. Wir gehören zur Coop in der Schweiz, da verwirrt REWE als Name gehörig. Transgourmet drückt viel besser aus, was wir tun: Wir liefern (Trans…) wertige Lebensmittel (…gourmet). Der Bezug zum Kunden in der Profiküche ist jetzt klarer im Unternehmen verankert. Die Sortimente werden immer spezieller und immer stärker auf die gastronomische Profiküche ausgerichtet – hier ist besonders der Eigenmarkenbereich zu sehen, der massiv aufgestockt wird.

Tophotel: Werden sich in Zukunft die Anzahl der Transgourmet-Standorte erhöhen?
Seipelt: Als Transgourmet Deutschland verfügen wir national über 15 Food-Service-Betriebsstandorte (Transgourmet), 44 große C+C (Fegro/Selgros) und kleine C+C Betriebe mit Zustellung (Transgourmet Cash & Carry). Die großen Standorte bleiben unverändert. Die kurz- und mittelfristige Planung sieht aber vor, überall dort kleine kombinierte Zustell- und C+C Standorte zu eröffnen, wo wir heute noch nicht nah genug an der Gastronomie und Hotellerie sind.

Tophotel: Nachhaltigkeit und Regionalität sind wichtige Trends in der Gastronomie und Hotellerie. Werden die Transgourmet-Standorte vermehrt mit regionalen Lieferanten zusammenarbeiten?
Seipelt: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das nachhaltigste Unternehmen in der Foodservice-Branche zu werden, was bei uns auch den Bereich »Verantwortungsvolle Produkte und Beschaffung« einschließt. Hier haben wir zum Beispiel unsere Marke ­»Ursprung« positioniert. Sie symbolisiert die Rückbesinnung auf Tradition, deutsche regionale Genussvielfalt, handwerkliche Herstellungsverfahren sowie eine weitreichend nachhaltige Erzeugung der Produkte. Das kann man nur regional leben, jeder zentrale Ansatz ist hier falsch; die Kontrolle über die Einhaltung der hohen Maßstäbe an die Produkte muss dann aber zentral erfolgen, wir stehen schließlich mit unserem Namen dahinter.

Tophotel: Wie sieht das aktuelle Eigenmarken-Portfolio von Transgourmet aus, das Sie neu aufgestellt haben?
Seipelt: Wir haben drei Qualitätsstufen bei den Eigenmarken: Für den gastronomischen Anspruch etwa haben wir jetzt »Transgourmet Quality« (ehemals Honneurs) mit aktuell über 900 Artikeln und »Transgourmet Premium« (ehemals FineLine) für allerhöchste Ansprüche. Für Premium haben wir mit Spitzenkoch Thomas Bühner einen kritischen Prüfer gewonnen – erst wenn er die Produkte »durchwinkt«, geben wir sie in den Markt. Jetzt können wir sagen, unsere Premiumprodukte sind zweifelsfrei auch für die Spitzenhotellerie tauglich.

Tophotel: Das Fischsortiment ist ein relevanter Schwerpunkt von Transgourmet. Wie gewährleisten Sie Frische und Nachhaltigkeit?
Seipelt: Transgourmet arbeitet in Auftragsproduktion, das heißt, wir disponieren nur das, was der Kunde bestellt. Wir arbeiten ohne Zwischenlager im Zentrallager Bremerhaven und vor Ort in den Betrieben. Die Ware kommt rein und geht am selben Tag wieder raus. Bei uns kennen Frische und Qualität keine Kompromisse. Wir handeln systembedingt den frischesten Fisch in der Branche. Unsere eigene und eine externe Qualitätssicherung sorgen für die notwendige Qualitätskontrolle und Produktsicherheit. Darüber hinaus verfügen wir über ein Nachhaltigkeitsteam und einen eigenen Nachhaltigkeitsmanager für Fisch.

 

Hintergrund

Unter der Dachmarke Transgourmet Deutschland stehen künftig die Vertriebsmarken Transgourmet (Foodservice) und Fegro/Selgros (Cash & Carry). Die bisherige Vertriebsmarke REWE-Foodservice wird somit nicht weitergeführt, sondern firmiert seit dem 1. Januar 2014 unter Transgourmet. Die beiden Vertriebsmarken bleiben dabei operativ selbstständige Bereiche, um die jeweiligen Stärken noch weiter konsequent ausbauen zu können. Den Vorsitz der gemeinsamen Geschäftsführung bildet die Doppelspitze Frank Seipelt (Foto) und John Matthew.

 

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