FCSIAuf ein Neues!

FCSI-Präsident Frank Wagner und Vize-Präsident Björn Grimm mit Gedanken zum neuen Jahr.

Grimm: Lieber Frank – das Jahr 2014 ging zu Ende und ein neues hat bereits begonnen. Die Zeit »zwischen den Jahren« nutzen viele von uns, um in Gedanken Rückschau zu halten. Was hat mich persönlich beglückt? Was hat mich traurig gemacht? Worüber habe ich mich gefreut oder geärgert? Neben diesen persönlichen Fragen beschäftigen mich globale Probleme – das Schicksal derjenigen Menschen, die in Not leben, sei es durch Natur- oder andere Katastrophen, sei es durch persönliche Verluste. Ganz zu schweigen von Menschen, die tagtäglich den Schrecken eines Krieges ausgesetzt sind. Musste häufiger an Dich und alle Kollegen denken, die weltweit agieren. Wie es ihnen geht, wenn man nicht nahezu jeden Abend daheim – in Sicherheit – sein darf.

Wagner: Danke Björn – auch Dir die besten Wünsche für 2015! In der Tat ist es bedrückend zu sehen, welche Absurditäten es noch heute – im 21. Jahrhundert –  festzustellen gilt. Es ist aber auch erleichternd und beruhigend, dass es zahlreiche Dinge gibt, bei denen unser Denken und unsere Werte mit denen unserer ausländischen Partner und Freunde gleichzusetzen sind. Im Dialog vor Ort darf ich erfahren, wie die Sicht der Dinge dort ist. Unglaublich, wie die Medien Wahrnehmungen steuern. Beziehungen schaden dem, der sie nicht hat. Trotz aller Unsicherheiten die für unsere Tätigkeiten so wichtige Aufgeschlossenheit und Offenheit zu bewahren, wird sicherlich eine elementare Herausforderung der nahen Zukunft sein.

Grimm: Ja – vor allem in einer global weiter zusammenwachsenden Zeit und Welt, in der Grenzen eine immer geringer werdende Rolle spielen sollten. Anders zu sein, wird zur Normalität. Das gilt es zu verstehen. Eine Herausforderung auch für die Führungskräfte und ihr Verständnis von zeitgemäßem Umgang miteinander. Vor Kurzem schilderte mir ein Gastronom einen Vorgang, wonach ein Veranstaltungsgast sich ein mediterranes Buffet zu seiner Hochzeit wünschte, sich aber ausländische Bedienungen ausdrücklich verbeten wollte. Unfassbar! Der Gastronom hat das einzig richtige getan und ihm eine andere Lokalität empfohlen.

Wagner: Mir fällt auf, dass zwar viele Menschen gegen alle Ungerechtigkeiten dieser Welt sind – aber selbst nur geringfügig Bereitschaft zeigen, die Initiative zur Veränderung zu ergreifen. Die Diskussionen um den Themenfeldern »Kennzeichnungspflicht«, »Hygiene«, »Mindestlohn« für das Gastgewerbe  zeigen, dass man nicht immer den Schwächeren zur Seite stehen mag!

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