WeltraumtourismusErstes Hotel im All soll 2021 eröffnen

Der Prototyp des Hotels (weißes Modell) wurde bereits an die ISS angedockt. youtube.com

Einmal Urlaub im All machen: Was vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre, soll schon 2021 Realität werden. Zumindest nimmt der US-Milliardär Robert Bigelo (72) die ersten Reservierungen für sein Weltraumhotel an.

Irgendwann soll das Hotel im All doppelt so groß sein wie die Raumstation ISS. Schon 2021 sollen die ersten aufblasbaren Module in den Orbit gebracht werden. Das gab Hotel-Mogul Robert Bigelo, der mit der Hotelkette Budget Suites of America Milliarden verdiente, diese Woche bekannt. Unter anderem berichtet Businessinsider, dass der 72-Jährige die Firma Bigelow Space Operations (BSO) gegründet hat. Deren Logo: ein Alien.

Bereits 1999 hatte der Amerikaner Bigelow Aerospace gegründet; eine Firma, die Weltraumequipment herstellt und einen aufblasbaren Raum gebaut (Bigelow Expandable Activity Module), deren Prototyp die NASA 2016 an die Raumstation ISS andockte.

Bis zu sechs Personen sollen in einem B330-Modul Platz finden. Die Reisekosten liegen im unteren sieben- oder achtstelligen Bereich. Zum Vergleich: Die Reise eines Astronauten zur ISS mit einer Soyus-Kapsel liegt derzeit 81 Millionen Dollar. Von dem Erfolg des Modells ist Bigelo trotz der horrenden Preise überzeugt. Aktuell hat er nur eine Handvoll Mitarbeiter, wenn die ersten Module bewohnbar sind, werden es laut seiner Aussage aber schon 500 sein. Nach dem ersten Hotel plant Bigelow langfristig mit Olympus zudem eine noch weitaus größere aufblasbare Raumstation ins All zu bringen. Sie soll 2,4 Mal so groß sein wie die ISS. Bigelo hält den Hotelmarkt im All für äußerst lukrativ. Zudem will er die Weltraum-Hotels nicht nur an Touristen, sondern auch an Astronauten vermieten, die auf ihrer Station zu wenig Platz haben.

Das große Interesse des Hoteliers am Weltraum kommt nicht von ungefähr. In einem Interview 2017 hatte Bigelow in der Fernsehsendung CBS 60 Minutes erklärt, dass er “absolut davon überzeugt” ist, dass es “eine extraterrestrische Präsenz auf der Erde gab und gibt”. Angeblich hatten seine Großeltern bereits vor vielen Jahren eine Begegnung mit einem Ufo. Das inspirierte ihn, seine Firma zu gründen.

Quelle: www.businessinsider.de

 

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