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Start Coronakrise A&O-Hostels-Jahresrückblick: 2,5 Millionen Übernachtungen im Corona-Jahr

A&O-Hostels-Jahresrückblick2,5 Millionen Übernachtungen im Corona-Jahr

A&O-Chef Oliver Winter gibt die Zahlen des Unternehmens für 2020 bekannt. Insgesamt konnten 2,5 Millionen Übernachtungen im Corona-Jahr verbucht werden.

„Unser Jubiläumsjahr war anders geplant“, blickt Oliver Winter auf 2020 und damit 20 Jahre A&O zurück. „Aber wir haben das Beste daraus gemacht und können wirklich stolz darauf sein.“ Immerhin: 200.000 alternative Übernachtungen konnten einen Teil des coronabedingten Umsatzeinbruchs wettmachen. Hochgerechnet aufs ganze Jahr bedeuten insgesamt rund 2,5 Millionen Übernachtungen ein Minus von über 50 Prozent gegenüber 2019.

Nachhaltigkeit und Wachstum als zentrale Themen der nächsten Jahre

Erfreulich: Die Markenbekanntheit sei trotz weniger Übernachtungen weiter deutlich gestiegen – besonders das umfassende, früh zertifizierte Hygienekonzept und dessen Kommunikation macht Winter dafür verantwortlich. „Wir waren zu jeder Zeit in jeder A&O-Stadt buchbar und damit sichtbar.“ Und weiter: “Das hat der Marke sehr geholfen.” Harte Arbeit habe durch dieses Jahr gebracht, fährt Gründer und CEO Winter fort. „Ein extrem engagiertes Team und ein rezessionsgeprüftes Produkt sind für diesen Erfolg verantwortlich.“

Kooperationen sorgten für Alternativübernachtungen

Kooperationen mit Städten, Kommunen und sozialen Einrichtungen hätten für sinnvolle Alternativübernachtungen gesorgt; kreative Angebote wie Homeoffice-Ersatz oder Longstay-Lösungen schafften neue Nachfrage. Oliver Winter: „Alte und neue Partnerschaften haben in diesem Jahr eine zentrale Rolle gespielt.“ Hinsichtlich Digitalisierung „war Corona ein Katalysator“: Die ohnehin Technologie-affine Gruppe hat Prozesse und Produkte weiter optimiert; bereits vor der Krise wurden 50 Prozent der Buchungen online vorgenommen: „Unser Ziel sind 70 Prozent bis Ende 2021.“

Weitere Schritte sollen digitalisiert werden

Self Check-in, Kioske und digitaler Zimmerschlüssel per App sollen bis Ende nächsten Jahres an weiteren Standorten angeboten werden. Der Webcheckin ist bereits heute in 80 Prozent der Häuser der Gruppe möglich. Neue Service-Angebote wie Social Distancing- oder Hygieneexperten seien auf große Resonanz gestoßen.

Europas emissionsfreie Hostelkette „Emissionsfrei bis 2025“, heißt das Ziel der Berliner Hostelkette weiter. Nachhaltigkeit spielt seit Unternehmensgründung vor 20 Jahren eine wichtige Rolle, 2021 soll sie wieder klar in den Fokus rücken. Mit aktuell fünf bis sechs Kilogramm CO2 pro Übernachtung liege A&O heute bereits mehr als zwei Drittel unter dem Wert vergleichbarer Standard Budget-Hotels.

Oliver Winter: „Das Durchschnittsalter unserer Gäste liegt bei 27 Jahren – unsere Zielgruppe ist jung und das heißt bewusst und kritisch. Es gibt keine Alternative zu ressourcenschonendem Reisen – die Menschen werden sich ihres ökologischen Fußabdrucks immer bewusster; wenn Reisen auch in Zukunft für alle möglich sein soll, dann müssen auch alle Verantwortung übernehmen. Wir haben längst damit begonnen und werden bald auch neue Projekte vorstellen.“

Drei Neueröffnungen im Corona-Jahr

Mit dem ersten Haus im Jahr 2000 in Berlin Friedrichshain begann die Geschichte der heute größten Hostelkette Europas: Aktuell 39 Häuser an 23 Standorten in acht Ländern gehören zu A&O; die Kette wächst kontinuierlich – auch im Corona-Jahr: In Warschau und Budapest feierte A&O Premiere, in Kopenhagen eröffnete im Oktober das zweite Haus. Wachstumspläne hat das Unternehmen für ganz Europa: „Von Lissabon bis Istanbul, von Rom bis Reykjavik.“ Bis Ende 2023 sind insgesamt 50 A&O-Standorte geplant.

Erholung des Marktes für zweite Hälfte des Jahres 2021 erwartet

„Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, schließt Winter sein Jahresfazit. Impfstoffe und eine ähnlich starke Reiselust wie in diesem Sommer, lassen den CEO optimistisch in die Zukunft blicken. „Besonders in der zweiten Jahreshälfte 2021 erwarten wir eine Erholung des Marktes, zumindest innerhalb nationaler Märkte.“ Ab dem Frühjahr rechnet Winter auch wieder mit ersten Schul- und Gruppenfahrten, die gewöhnlich 35 Prozent des Gesamtgeschäfts ausmachen.

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