Antrittsrede des neuen DEHOGA Präsidenten Das sind Zöllicks Themen

DEHOGA Bundesverband / Präsident Guido Zöllick

Einen Tag nach seiner Wahl zum neuen DEHOGA-Präsidenten hielt Guido Zöllick auf dem DEHOGA Branchentag 2016 seine Antrittsrede. Vor rund 1.000 Gästen hob er unter anderem die gesellschaftliche Bedeutung der Branche hervor und nannte inhaltliche Schwerpunkte, auf die er sich in seiner neuen Funktion konzentrieren will.

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Dabei stehen die großen aktuellen Branchenthemen im Fokus. „Gastronomie und Hotellerie sind Mitgestalter der Gesellschaft“ – so betonte Zöllick etwa die gesellschaftliche Funktion der Branche. Einige weitere der zentralen Aussagen hat Top hotel zusammengestellt.

Guido Zöllick über …

… die Branche als Vorbild: „Mehr als viele andere Branchen haben wir für tausende Geflüchtete Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.“ Damit trage das Gastgewerbe mehr als andere Branchen zur Integration von Geflüchteten bei.

… die Ausbildung im Gastgewerbe: „Gastronomie und Hotellerie gehören zu den größten Arbeitgebern und Ausbildern im Land. Wir sind standorttreu. Wir verlagern keine Arbeitsplätze ins Ausland. Wir zahlen hier unsere Steuern.“ Deswegen müsse dringend in die Ausbildungsqualität investiert werden, so Zöllick weiter.

… die Gründe für den Nachwuchsmangel: „Vor lauter Bachelor- und Masterabschlüssen haben wir vergessen, worum uns die ganze Welt beneidet: um die duale Ausbildung.“ Und weiter: „Lassen Sie uns gemeinsam für die duale Ausbildung werben. Sie ist für viele junge Menschen das bessere Rüstzeug für einen erfolgreichen Berufsweg.“

… bürokratische Hindernisse: „Wir wollen Rahmenbedingungen, die Unternehmer beflügeln und nicht fesseln. Unternehmer brauchen Luft zum Atmen. Sie wollen nicht in Papierbergen ersticken.“

… einen reduzierten Mehrwertsteuersatz: „Durch sieben Prozent Mehrwertsteuer entstünden Spielräume für Investitionen, Arbeitsplätze und noch attraktivere Angebote unserer Betriebe.“ Der Anteil von sieben Prozent sei nur fair, weil die klassische Gastronomie unglaublich arbeitsintensiv ist. Auf den gleichen Umsatz kommen in der Gastronomie sechs Mal mehr Beschäftigte als zum Beispiel im Lebensmitteleinzelhandel.

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